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Alfa Romeo

Der Name der 1910 gegründeten italienischen Firma Alfa besteht aus den Initialen der Worte Anonima Lombarda Fabbrica Automobili. Die beiden Mailänder Symbole Schlange und Kreuz wurden damals zum Markenzeichen kombiniert. 1915 übernahm der Ingenieur Nicola Romeo die Geschäftsleitung, und ab 1920 hießen die Fahrzeuge Alfa Romeo. Dank erfolgreicher Renneinsätze schon vor dem zweiten Weltkrieg, viele davon durch die von Enzo Ferrari geleitete Scuderia Ferrari errungen, gewann Alfa jenes sportliche Image, das bis heute geblieben ist. Die Grand Prix-Renner Alfa Romeo P1 und P2 genießen hohes Ansehen, genau wie die 8 C 2300, 2600 und 2900. Mit dem Typ 158 bzw. 159 konnte man 1951 und 1952 die GP-Weltmeisterschaft erringen, der Tipo 33 machte Alfa gut 20 Jahre später zum Markenweltmeister. Die zahlreiche Erfolge im Motorsport strahlten natürlich auch auf die käuflichen Alfa Romeo ab.

Alfa Romeo - Technik und Schönheit - Geliebt wurde Alfa Romeo für die herrlich klingenden Boxer- und die hochdrehenden Doppelnocker-Motoren. Schon 1913 konstruierte Alfa Romeo einen Motor mit zwei obenliegenden Nockenwellen, vier Ventilen pro Zylinder und einer Doppelzündung. Beim 8C setzten die Italiener erstmals Zylinderköpfe aus Aluminium ein. Der Werkstoff sorgte im GTA für eine deutliche Gewichtsersparnis. Die Alfetta machte die Transaxle-Bauweise bekannt, 1983 führte Alfa Romeo im 33 Allradantrieb ein und präsentierte eine variable Ventilsteuerung für die Serie. 1997 ist Alfa Romeo mit dem 156 JTD der erste Hersteller, der die Common Rail-Technik in Serien-Pkw verbaut. Neben der Technik fiel Alfa Romeo vor allem durch aufregendes Design auf. Ob Giulietta, Giulia, Alfasud oder die schönen Spider-Modelle - Alfa Romeo heimste für seine automobilen Kreationen zahlreiche Designpreise ein.
Mit der Übernahme durch Fiat 1986 endete eine Ära, fortan gab es keine heckgetriebenen Autos mehr, selbst der in der Oberklasse angesiedelte 164 besaß Frontantrieb.

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Motor Klassik - Heft 04/2010
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