Kaufberatung Citröen DS: Tipp: Immer die bessere Déesse kaufen

Citröen DS - Heckansicht

Wegen ihrer hohen Alltagstauglichkeit werden viele Citroen DS noch intensiv bewegt, was Topexemplare zu begehrten Raritäten macht. Beim Einkauf sollte man besser etwas mehr für ein gutes Fahrzeug investieren, als sich in eine komplizierte und kostspielige Restaurierung zu stürzen.

Quer durch alle Generationen ist die französische Göttin mit irdischem Rostbefall konfrontiert. So sind die vorderen Kotflügel ebenso betroffen wie die unteren Kanten der großen Türen. Oder auch die breiten Schweller, die speziell bei der Pallas-Version tückisch sind: Hier verdecken Zierleisten den wirklichen Zustand. Am Heck der DS sind die Abflussrinnen am Kofferraumrand von Korrosion betroffen. Und kritisch sind die C-Säulen, deren Rostbefall unter anderem in Höhe der hinteren Türgriffe erkennbar wird.

Die kastenförmige Aufnahme des hinteren Schwingenlagers zwischen Tank und Kofferraum ist ebenfalls ein Ort, an dem der Rost gern wütet und wo eine Reparatur sogar unmöglich sein kann. Einen kontrollierenden Blick verdient die Aufnahme für die hintere Stoßstange. Schließlich zeigen sich auch am Dach Korrosionserscheinungen.

Zwar ist das Dach selbst aus Kunststoff gefertigt, doch kann der Dachrahmen durch eindringendes Regenwasser in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Wegen der großen Flächen sind Reparaturen an der Karosserie nur etwas für Spezialisten. Gleiches gilt für die aus Aluminium gefertigte Motorhaube. Beim Kauf ist auf gleichmäßige Karosseriefugen und gut schließende Fenster zu achten. Die Türen lassen sich normalerweise ganz leicht schließen.

Wertungen
Alltagstauglichkeit
8 Sterne
Ersatzteillage
6 Stern
Reparaturfreundlichkeit
4 Stern
Verfügbarkeit
6 Sterne
Nachfrage
6 Sterne
Unterhaltskosten
6 Sterne

Die Hydraulik der DS gilt zwar als großer Schwachpunkt, ist tatsächlich aber besser als ihr Ruf. Die erste Generation, die noch mit roter, synthetischer Hydraulikflüssigkeit betrieben wurde, erfordert allerdings intensive Pflege und neigt eher zu Korrosion. Zwischen September 1964 und September 1966 wurde das farblose, ebenfalls synthetische Hydrauliköl LHS 2 verwendet, 1966 wurde die grüne, mineralische Hydraulikflüssigkeit eingeführt, die für weit gehend unproblematisch Arbeitsweise sorgt.

Die synthetischen und mineralischen Öle dürfen auf keinen Fall miteinander gemischt werden, da sonst Dichtungen und Gummiteile im Hydrauliksystem zerstört werden. Bei den Modellen mit Halbautomatik, wo die Hydraulik die Kupplungsbetätigung und die Gangwechsel steuert, ist die genaue Justierung wichtig, die nur von Spezialisten vorgenommen werden kann. Die Hydraulikkugeln in der Federung der DS können im Lauf der Zeit verhärten, wenn das enthaltene Gas entweicht und der Druck nachlässt. Die Kugeln können aber bei Spezialisten befüllt respektive gegen gefüllte Kugeln getauscht werden.

Die Vierzylindermotoren gelten als robust. Vergasermotoren können Laufleistungen bis 400.000 Kilometer erreichen. Die mit einer Bosch-D-Jetronic ausgerüsteten Einspritzer weisen schon unter 200.000 Kilometern Verschleiß an Pleuel und Kurbelwelle auf. Bei den Getrieben zeigt das 1970 eingeführte Fünfganggetriebe bisweilen Verschleiß am Zahnrad des fünften Gangs.

Preisentwicklung
Bei Einführung 1965 ()   13.500 Mark
Bei Produktionsende 1968 ()   13.500 Mark

Die Preissituation für DS zeigt über die Jahre einen kontinuierlichen Trend nach oben. Wirklich gute Exemplare sind recht selten, weil viele Autos noch häufig gefahren werden - allerdings mit rückläufiger Tendenz. Ein guter DS 19 kann zwischen 15.000 und 20.000 Euro kosten, ein perfekter DS 23 mit Einspritzung und Lederausstattung vermag sogar die 25.000-Euro-Grenze zu überwinden.

Alltagstaugliche Exemplare der Modelle DSuper 5 und DSpécial können 5.000 bis 7.500 Euro kosten, manche sehr gute Autos auch mehr als 12.000 Euro. Für die seltenen Kombi-Modelle Break und Familiale ist mit einem Aufschlag von etwa 15 Prozent zu kalkulieren. In eigenen Regionen rangieren die Cabrios, die in Topzustand mehr als 60.000 Euro erzielen können.

Grundsätzlich sind Technik-Ersatzteile für die DS gut zu bekommen - und zwar sowohl für die älteren Modelle mit Langhubermotor als auch für die jüngeren Kurzhuber. Bei der Karosserie sieht die Situation schon problematischer aus. Immerhin lassen sich Reparaturbleche einigermaßen problemlos auftreiben.

Für Ersatzteile im Interieurbereich gibt es teils Nachfertigungen, zum Beispiel bei verschlissenen Polstern kann aber auch mal eine geduldige Suche erforderlich werden. In der aktiven und organisierten Clubszene wächst aber die Bereitschaft zur Investition in Nachfertigungen.

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