Fiat Dino 2400 Coupé in der Kaufberatung: Vernachlässigter Dino-Saurier

Fiat Dino 2400 Coupé

Die allermeisten Fiat Dino 2400 Coupés wurden von sorglosen Besitzern verschlissen, die lediglich einen Ferrari-Motor für wenig Geld haben wollten. Entsprechend schwer fällt es heutzutage, ein wirklich gutes Exemplar aufzutreiben.

Die bei Bertone gebaute Coupé-Karosserie ist zwar wunderschön, andererseits auch extrem rostanfällig. Dass die wenigsten Fiat Dino Coupés die letzten Jahrzehnte in pflegenden Händen verbracht haben, macht die Sache nicht besser. Vor dem Kauf  eines Fiat Dino gilt es also die üblichen verdächtigen Stellen sorgfältig zu überprüfen. Dazu gehören alle Radläufe, die A-Säulen, die Schweller und Bodenbleche, Türen und Hauben und die Kotflügel. Überhaupt findet sich am Fiat Dino Coupé kaum ein Karosserieteil, das nicht korrosionsgefährdet ist. Zudem wurden viele Fahrzeuge dilettantischen Schweißversuchen unterzogen. Auch das Ferrari-Rot, in dem viele Fiat Dino nachlackiert wurden, ist nicht nach jedermanns Geschmack.

Wertungen
Alltagstauglichkeit
6 Sterne
Ersatzteillage
6 Stern
Reparaturfreundlichkeit
4 Stern
Verfügbarkeit
4 Sterne
Nachfrage
4 Sterne
Unterhaltskosten
4 Sterne

Wie auch der fast identische Motor im 246 leidet das Fiat Dino-Triebwerk im Fiat häufig unter mangelnder Wartung. Ein weiteres Problemfeld der Fiat Dino sind die Kettenspanner. Allerdings wurden viele Exemplare inzwischen mit verbesserten Spannern nachgerüstet. Sehr teuer und anfällig ist zudem der Zündverteiler, der meist schon nach weniger als 50.000 Kilometern den Dienst einstellt. Überholte Verteiler sind allerdings lieferbar. Anders als beim 246 ist das Getriebe eher unproblematisch. Es kommt von ZF - Ersatzteile sind lieferbar.

Preisentwicklung
Bei Einführung 1969 (Fiat Dino 2400 Coupé)   25.000 Mark
Bei Produktionsende 1972 (Fiat Dino 2400 Coupé)   25.000 Mark

Bei der Ersatzteilversorgung ist der Fiat Dino-Pilot auf die wenigen Fiat-Spezialisten in Deutschland angewiesen. Karosserie- und Ausstattungsersatz ist extrem rar. Für die Versorgung mit Technik- und Verschleißteilen sorgen die Ferrari-Spezialisten, zu entsprechend hohen Preisen.

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