Kaufberatung Alfa Romeo Giulia Sprint GT

Traumpaar: Bertone und die schöne Giulia

Alfa Romeo Giulia Sprint GT

Gute Alfa Bertone sind rar, was besonders für die zwischen 1963 und 1966 gebauten Giulia Sprint GT gilt. Viele Bertone haben bereits diverse Restaurierungsversuche hinter sich – mit mehr oder weniger guten Resultaten.

Der im September 1963 präsentierte Giulia Sprint GT ist werkseitig bestenfalls mangelhaft gegen Korrosion geschützt. Unsachgemäße Reparaturen an der Karosserie lassen sich besonders im Schwellerbereich erkennen - er verfügt über zwei Sicken, die gern übergespachtelt werden.

Schlimmstenfalls gammeln die Schweller dann von innen nach außen durch. Bertone-Fans können ein Lied von durchgefaulten Türböden, A-Säulen und Bodenblechen singen. Mangels einer haltbaren Kofferraumdichtung kann sich Wasser im Bereich der Reserveradwanne und des Tanks sammeln. Die Folge sind massive Rostschäden und teure Blecharbeiten.

Wertungen
Alltagstauglichkeit
8 Sterne
Ersatzteillage
6 Stern
Reparaturfreundlichkeit
6 Stern
Verfügbarkeit
2 Sterne
Nachfrage
8 Sterne
Unterhaltskosten
8 Sterne

Der Alu-Vierzylinder gilt als robust und langlebig. Wenn der drehfreudige Doppelnocker vorsichtig warmgefahren und regelmäßig gewartet wird (Ölwechsel, korrekt eingestellte Zündung, Ventile und Vergaser), sind 200.000 und mehr problemlose Kilometer drin. Nicht selten sorgen jedoch brüchige Vergaserflansche dafür, dass der Motor Falschluft zieht (Achtung: Folgeschäden).

Das Fünfganggetriebe leidet häufig unter mangelnder Synchronisation – das Krachen beim Zurückschalten vom dritten in den zweiten Gang gilt fast schon als klassische Alfa-Krankheit. Heulende Geräusche aus dem Hinterachsbereich deuten auf ein defektes Differenzial hin.

Preisentwicklung
Bei Einführung 1963 (Alfa Romeo Giulia Sprint GT)   15.950 Mark
Bei Produktionsende 1966 (Alfa Romeo Giulia Sprint GT)   14.990 Mark

Die Ersatzteilversorgung ist dank diverser Händler und Spezialisten sehr gut. Nur einige Blech- und Chromteile sind sehr schwer aufzutreiben. Technik- und Verschleißteile sind fast nach Belieben verfügbar. Fachmann und Händler Hartmut Stöppel empfiehlt, beim Kauf stets dem Fahrzeug mit der besten Karosseriesubstanz den Vorrang zu geben.

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