Kaufberatung: Alfa Romeo Montreal: Der Italiener mit den teuren Ersatzteilen

Alfa Romeo Montreal

Der Montreal ist besser als sein Ruf. Rostanfällig waren damals auch andere, selbst die hochkarätige Technik hält bei regelmäßiger Wartung und guter Behandlung. Die Achillesferse des Montreal sind die raren und teuren Ersatzteile.

Selbst Nobelmarken waren damals keine Rostverächter, aber den Alfa Romeo Montreal trifft es eine Spur härter. Rost macht sich fast überall unterhalb der seitlichen Zierleisten breit. Der Gilb haust in den Sicken, in den Schwellern und in den hinteren Radläufen. Ebenso an den Türböden, den Längstraversen am Wagenboden und im Bereich der Vorderkotflügel. Sogar die Querlenkeraufnahmen nagt er vom Motorraum aus an. Oben herum erwischt es Windfang und Scheibenrahmen. Blechteile und Reparaturbleche sind rar und teuer - deshalb muss man sich als Montreal-Interessent auch auf eine mäßige Restaurierungsqualität gefasst machen. Oft ist das Interieur nicht original, sondern wurde später mit Leder bezogen.

Wertungen
Alltagstauglichkeit
4 Sterne
Ersatzteillage
6 Stern
Reparaturfreundlichkeit
4 Stern
Verfügbarkeit
2 Sterne
Nachfrage
2 Sterne
Unterhaltskosten
4 Sterne

Das Fahrwerk des Montreal stammt in seinen Hauptkomponenten von der Giulia und dem Bertone-Coupé ab. Außer den üblichen Verschleißteilen wie Silentbuchsen, Stoßdämpfer oder Bremsbelägen gibt es keinen Ärger. Gleiches gilt für die Kraftübertragung, Getriebe und Differenzial zeigen sich von der robusten Seite. Das trifft bei vorsichtiger Behandlung auch auf den hochkarätigen V8-Motor zu. Immerhin teilt ihm die Trockensumpfschmierung 12 Liter Motorenöl zu, das sorgfältig erwärmt werden will. Probleme bereiten die ungenügend geschmierte Wasserpumpe und die wartungsintensive mechanische Spica-Benzineinspritzung.

Preisentwicklung
Bei Einführung 1971 (Alfa Romeo Montreal (105.64))   35.000 Mark
Bei Produktionsende 1977 (Alfa Romeo Montreal)   38.500 Mark

Die Teilesituation für den nur 3.925 Mal gebauten Montreal ist ernst, aber nicht hoffnungslos. Spezialisten kümmern sich vor allem um Technik-Teile. Ansonsten dominieren Mangel und hohe Preise. So kostet ein Frontkotflügel 1.000 Euro.

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