Kaufberatung: BMW 3.0 CSi (E9): Laufleistungen über 300.000 Kilometer

BMW 3.0 CSi

Die formschöne Karmann-Karosserie ist dank mangelhafter Konservierung und komplexer Karosseriestruktur ein Fressen für den Rost. Restaurierungen sind aufwendig und teuer. Antrieb und Fahrwerk bereiten wenig Kummer.

Mangelnde Konservierung und vor allem die im Bereich des Vorderwagens unnötig komplizierte Karosseriestruktur mit geschweißten Kotflügeln und überlappenden Blechen machen die eleganten BMW-Coupés zum idealen Rostbiotop. Stehbleche, Federdome und A-Säulen sind deshalb Brutstätten der braunen Pest. Viele der 44 254 gebauten E9-Coupés wurden deshalb dahingerafft - nur wenige haben im unrestaurierten Originalzustand überlebt, vorzugsweise die weniger beliebten Automatikversionen oder gar das Sparmodell 2,5 CS. Wichtiges Kriterium ist deshalb die Qualität der Restaurierung, die mittels Fotos und Rechnungen dokumentiert sein sollte. Vorsicht vor Blendern und falschen 3.0 CSL.

Wertungen
Alltagstauglichkeit
8 Sterne
Ersatzteillage
6 Stern
Reparaturfreundlichkeit
6 Stern
Verfügbarkeit
4 Sterne
Nachfrage
4 Sterne
Unterhaltskosten
8 Sterne

Technisch betrachtet zeigen sich die BMW-Sechszylinder-Coupés von ihrer angenehmen Seite. Der laufruhige und vibrationsarme Sechszylindermotor schafft bei guter Behandlung Laufleistungen über 300.000 Kilometer. Mitunter bereitet der Zylinderkopf Probleme. Rissbildungen treten bei scharfer Fahrweise auf oder defekte Ventilschaftdichtungen machen sich durch starkes Auspuffbläuen beim Gaswegnehmen bemerkbar. Die Getrag-Schaltgetriebe und ZF-Automatikgetriebe gelten als robust und langlebig. Die Traggelenke, Gummibuchsen und Spurstangenköpfe der Vorderachse erweisen sich als verschleißfreudig.

Preisentwicklung
Bei Einführung 1971 (BMW 3.0 CSi, Baureihe E9)   30.650 Mark
Bei Produktionsende 1975 (BMW 2800 CS - 3.0 CSI (E9))   38.080 Mark

Die Ersatzteillage für die E9-Baureihe hat sich in den letzten Jahren gebessert. Spezialisten und die BMW Mobile Tradition kümmern sich vermehrt um die noblen Coupés, die inzwischen als Highlight der Firmengeschichte verstanden werden. Dennoch gibt es Engpässe im Bereich von Karosserie und Ausstattung. Unproblematisch ist die Situation bei der Technik. Motoren und Aggregate wurden vielfach bei den Nachfolgemodellen bis zum 7er der Baureihe E 32 verwendet.

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