Kaufberatung Pontiac Fiero GT: Erstes Serien-US-Car mit Mittelmotor

Pontiac Fiero GT, Frontansicht

Das kompakte Mittelmotor-Coupé Pontiac Fiero GT steht vor seiner großen Wiederentdeckung. Das auffallende Design, angenehme Fahreigenschaften und eine solide Karosserie machen noch heute Spaß. Gute Exemplare sind jedoch selten.

Das verzinkte Stahl-Chassis des Pontiac Fiero ist sehr gut gegen Rost geschützt. Nur im Bereich der Batterie können durch Säureaustritt oder am Windschutzscheibenrahmen durch Montagefehler Rostnester entstehen. Ein feuchter oder dunkler Dachhimmel gilt als Warnzeichen. Die Scharniere der schweren Türen, die sich normalerweise leicht öffnen lassen, können ausgeschlagen sein. Front und Heck-Verkleidungen des Pontiac Fiero GT zeigen oft Kampfspuren, können aber kleinere Rempler (vorn bis 8, hinten bis 6 km/h) ohne Bruch überstehen. Die Befestigungen der nicht klappbaren Außenspiegel sind nach Spiegelkontakten oft beschädigt. Die Original-Lackierung leidet besonders bei Metallic-Lacken. Das Interieur ist oft schadhaft, insbesondere der Fahrersitz, die Mittelkonsole und der Dachhimmel.

Wertungen
Alltagstauglichkeit
8 Sterne
Ersatzteillage
6 Stern
Reparaturfreundlichkeit
4 Stern
Verfügbarkeit
6 Sterne
Nachfrage
4 Sterne
Unterhaltskosten
4 Sterne

Der bewährte, seit 1980 produzierte Stoßstangen-V6 zählt aufgrund seiner relativ moderaten Leistungsausbeute beim beim Pontiac Fiero GT zu den absoluten Langläufern. Probleme bereiten eher verschlissene Differenziallager (Spezialist Ohrnberger: „Klingt wie eine Straßenbahn“), die das Getriebe beschädigen können. Die Kupplung sollte noch intakt und bei Kräften sein, ein Austausch ist sehr teuer (Motorausbau). Die Zündanlage gilt auch als anfällig. Hier ist ein weites Feld für improvisierte Pfuscharbeit. Oft sind es nur Kleinigkeiten wie die Pickup-Coil (Zündimpulsgeber), die im Pontiac Fiero alle zwei bis vier Jahre gewechselt werden sollte. Das fälschlicherweise gern ausgetauschte Zündungs-Steuergerät ist dagegen robust.

Preisentwicklung
Bei Einführung 1985 (Pontiac Fiero GT)   11 795 $
Bei Produktionsende 1988 (Pontiac Fiero GT)   13 999 $

Bei seinem Produktionsende 1988 kostete der Pontiac Fiero GT lediglich 13.999 US-Dollar. Laut Classic-Car-Tax im Februar 2012 bekommt der Fiero-Liebhaber gebrauchte Exemplare in gutem bis sehr gutem Zustand für rund 6.800 Euro. Einen Pontiac Fiero GT in eher mäßigem Zustand ist bereits für etwa 2.000 Euro zu bekommen.

Dank einer großen, vor allem in den USA inzwischen qualitätsbewussten Pontiac Fiero-Szene ist die Versorgung mit Ersatz- und Restaurierungs-Teilen kein Problem, zumal die gesamte Antriebsmechanik von millionenfach gebauten Alltags-Autos abstammt. Entsprechend günstig ist auch das Preisniveau, weil auch viele Gebrauchtteile für den beim Pontiac Fiero GT angeboten werden.

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