Kaufberatung Opel Commodore C

Bindeglied zwischen Rekord und Senator: Der Commodore

In den 1970ern konnte sich Opel noch ein breit aufgestelltes Modellprogramm leisten. Der Commodore - als Bindeglied zwischen Rekord und Senator - war die S-Klasse der Mittelschicht, die Staatskarosse des Biedermanns.

Die Rekord E-, Commodore C-, und Senator-A-Karosserien sind recht gut rostgeschützt. Die wenigen neuralgischen Stellen treten aber an fast allen Autos auf, ob gepflegt oder vernachlässigt. Die Verstärkungsbleche um die Dome der McPherson-Federbeine sind fast immer geschweißt. Rost tritt an den Schwellerenden in den Radkästen auf. Wichtig ist, dass die unteren Partien der A-Säulen gesund sind.

Die Unterkanten der Vordertüren neigen zum Rosten, meist schon von außen zu erkennen. Radläufe und Endspitzen erwischt es regelmäßig. Auch das Heckabschlussblech unter der Stoßstange ist anfällig gegen Durchrostung. Der Boden mit seinen Längsträgern wird selten befallen.

Wertungen
Alltagstauglichkeit
8 Sterne
Ersatzteillage
6 Stern
Reparaturfreundlichkeit
8 Stern
Verfügbarkeit
4 Sterne
Nachfrage
4 Sterne
Unterhaltskosten
6 Sterne

Der ausgezeichnete Ruf konventionell gebauter Opel-Modelle in Sachen Zuverlässigkeit kommt nicht von ungefähr. Auch dem Commodore lässt sich ein sehr gutes Zeugnis ausstellen. Die geschmeidigen c.i.h.-Sechszylinder, prinzipiell seit 1965 unverändert, erreichen Laufleistungen bis zu 300.000 km ohne Überholung, Dauervollgas mögen sie jedoch nicht.

Manchmal gibt es Probleme mit dem Hydrostößel-Ventiltrieb im Graugusskopf. Bleiersatz wird empfohlen. Die Getriebe, ob manuell oder automatisch, sind ebenso unauffällig wie der Achsantrieb. Beim Commodore C geben nur die Verschleißteile nach: Wasserpumpe, Auspuffanlage, Stoßdämpfer und die Silentbuchsen der Achsen

Preisentwicklung
Bei Einführung 1978 (Opel Commodore 2.5 S Berlina)   18.574 Mark
Bei Produktionsende 1982 (Opel Commodore 2.5 S Berlina)   23.765 Mark

Karosserieteile, Reparaturbleche, Ausstattungs- und Zierteile sind mittlerweile schwer zu beschaffen. Verschleiß-und Technikersatz ist hingegen preiswert und verfügbar.

Dank des Netzwerks von Opel-Teile-Spezialisten und von traditionsbewussten Opel-Händlern lassen sich mit etwas Geduld auch noch neue Blechteile, Glasscheiben etc. beschaffen.

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