Porsche 911 Typ 993: Der letzte Luftgekühlte
Die Zeit ist reif für einen Porsche 911? Dann sollte man inzwischen ebenso die Baureihe 993 in Betracht ziehen: Der letzte 911 mit Luftkühlung verfügt über sämtliche Porsche-Tugenden.
Obwohl die vollverzinkte und sehr gut verarbeitete Karosserie des Porsche 911 Typ 993 kaum über Korrosions-Schwachstellen verfügt, sollte man sich gerade bei preiswerten Exemplaren genau die Außenhaut anschauen. Oft trüben schlecht reparierte Unfallschäden, erkennbar an breiten, ungleichmäßigen Spaltmaßen an Türen und Hauben, das Bild. Ist die dünne Zinkschicht angegriffen, kann es an den Stehblechen, an den Radhäusern, den Schwellern oder an den Hauben zu Rostbildung kommen.
Schwachpunkte
1. Ölverlust Motor und Getriebe
2. Steuerkettenspanner
3. Kupplungsgeber defekt
4. Bordcomputer defekt
5. Bremsbeläge/Scheiben verschlissen
6. Achsquerlenker vorn verschlissen
7. Versteckte Unfallschäden
8. Rost an Scheibenrahmen
9. Stehbleche
10. Schweller
11. Tür- und Haubenkanten
12. Katalysator/Auspuff
- Alltagstauglichkeit
- Ersatzteillage
- Reparaturfreundlichkeit
- Verfügbarkeit
- Nachfrage
- Unterhaltskosten
Die Technik des Porsche 911 Typ 993 gilt als ausgereift und überaus robust. Generell steht erst nach 250.000 bis 300.000 Kilometern eine Motorüberholung an. Aber auch das 993-Triebwerk leidet - wie alle luftgekühlten Elfer-Aggregate - unter Ölverlust. Sorgen können zudem die Gleitschienen der Steuerkette machen, sie sollten spätestens nach 150.000 Kilometen erneuert werden. Die Bremsscheiben leiden unter starkem Verschleiß, Ersatz ist teuer, allerdings liegen die Wartungskosten leicht unter denen des Vorgängers Porsche 964. Wichtig ist ein vollgestempeltes Wartungsheft.
| Bei Einführung 1993 (Porsche 911 Carrera (993) ) | 125.760 Mark |
Ein Porsche 911 vom Typ 993 kostet im gepflegten Zustand etwa 34.000 Euro. Mäßige Exemplare gibt es für rund 14.000 Euro.
Die Teilesituation bei einem so vergleichsweise jungen Auto wie dem Porsche 991 Typ 993 ist erwartungsgemäß sehr gut. Allerdings kosten selbst Kleinteile bereits ein Vermögen. Eine Alternative sind oftmals Spezialisten wie Freisinger Motorsport (www.m-freisinge.de ) oder Sportwagen Eckert (www.sportwagen-eckert.de).
Autor: Michael Schröder





