Elf Auktionen liefen am Freitag, 31. Juli, aus. Darunter waren Einzelstücke und äußerst seltene Zeugnisse des frühen mobilen Campierens. Alle Ergebnisse finden Sie in untenstehender Tabelle.
T1 Campingbox von 1953
Damit versteigert der Wohnmobil- und Wohnanhänger-Hersteller Westfalia aus Rheda-Wiedenbrück seine anschauliche Firmenhistorie. Begründung für den Verkauf sind mangelnde Besucherzahlen im firmeneigenen Museum. So sei das Museum in den letzten Jahren kaum genutzt worden.
Mit dem Camping 310/4 von 1957 ist der erste Wohnanhänger von Westfalia im Angebot. Ältestes Stück der Sammlung ist ein VW T1-Campingbox von 1953 mit der geringsten Laufleistung der zur Versteigerung gebrachten Modelle: Mit nur 41 Kilometer kann er als Neufahrzeug bezeichnet werden. Ein zweiter T1 mit Hubdach aus dem Jahr 1966 weist eine Laufleistung 62.978 Kilometern auf.
Jubiläumsmodelle und halber T3
Ein Schnittmodell des Westfalia T3 Joker dürfte besonders für Museen oder Clubs interessant sein. Es zeigt den Aufbau des Wohnmobils. Der Verkauf dreier Jubiläumsmodelle fällt den Westfalia-Verantwortlichen sicherlich besonders schwer, repräsentieren sie doch die Hochphase der Wohnmobilzeit: Als 175.000stes Wohnmobil entstand bei Westfalia der T2 Berlin 1976, der mit 1.675 Kilometer Laufleistung noch nicht einmal seine Einfahrzeit hinter sich gebracht hat, ehe er im Museum abgestellt wurde.
Auch das 200.000ste und 250.000ste Westfalia-Wohnmobil kann ersteigert werden. Der Sven Hedin auf Basis des VW LT wurde 1978 fertiggestellt, sechs Jahre später machte der Westfalia VW T3 Joker Hochdach die viertel Million voll. Sein Kilometerzähler weist nur 5.342 Kilometer Laufleistung aus.
DKW Schnelllaster und Gutbrod
Mit den Stücken aus den 1950er-Jahren sind besonders rare Mobilistenträume zu haben. Ein DKW F 800 von 1956 mit Wohnmobilaufbau ist darunter. Der besser als "Schnelllaster" bekannte DKW wird von dem 0,9-Liter-Dreizylinder-Zweitakter angetrieben und ist für die damalige Zeit mit Spültoilette sowie Gasheizung und -herd luxuriös ausstaffiert. Dagegen besonders karg ausgestattet ist der Gutbrod Superior in Kombi-Ausführung, von dem nur 866 Stück bei Westfalia in Handarbeit entstanden.
Die Autos und ihr erzielter Preis
| Fahrzeug | Startpreis | Höchstes Gebot |
|---|---|---|
| Gutbrod Superior Kombi Limousine, 1952 | 9.500 Euro | 12.550 Euro |
| Westfalia VW T1 Campingbox, 1953 | 19.500 Euro | 41.255 Euro |
| Westfalia DKW F80013, 1956 | 39.000 Euro | ohne Gebot |
| Wohnanhänger Westfalia Camping 310/4, 1957 | 2.000 Euro | 10.600 Euro |
| Westfalia T1 SO42 Hubdach, 1966 | 24.900 Euro | 34.050 Euro |
| Hanomag F20, 1970 | 3.000 Euro | 4.067,57 Euro |
| Westfalia VW T2 Berlin, 1976 | 19.900 Euro | 27.505,35 Euro |
| Westfalia VW T3 Joker Hochdach Schnittmodell, etwa 1980 | 2.000 Euro | 4.110 Euro |
| Westfalia VW T3 Joker Hochdach, 1984 | 24.900 Euro | 25.150 Euro |
| Westfalia Marco Polo MB 209D, 1984-86 | 4.900 Euro | 6.901 Euro |
| Westfalia VW LT Sven Hedin, 1986 | 13.500 Euro | 14.150 Euro |





