Wenn zwischen den Vorkriegs-Mercedes, den Jaguar XK, den Porsche und den Aston Martin eine schwarze Kapuze hervorragt, die einen roten Alfa Spider deckt – dann lohnt es sich, einmal näher hinzuschauen. Dem im Meilenwerk bei Stuttgart unter vielen wesentlich teureren Oldtimern offerierten Zweisitzer sieht man seine 21 Jahre längst nicht an.
Der Lack glänzt in tiefem, makellosem Rosso corsa, die Reifen sind neu, die Kupplung desgleichen und auch das Verdeck. Das erklärt den Preis. Gibt es doch in den Akquise-Pfaden des Internets schon einige Spider der vierten, wieder hübsch gewordenen Serie (1990 - 1992) zu Preisen unterhalb der 10 000-Euro-Grenze. Doch ist bei den wirklich billigen Cabrios oft Vorsicht die Mutter der Porzellankiste.
Das hier probegefahrene Exemplar ist ein zuverlässig bremsendes Auto ohne Rost, mit neuem TÜV, grüner Umweltplakette, 128 PS, einem gut schaltbaren Fünfganggetriebe und jeder Menge eingebautem Fahrvergnügen. Ein Cabrio zum Hineinsetzen, starten und losfahren - vielleicht in den Frühling jenseits der Alpen.
- Pro: Gepflegtes Auto in wirklich gutem Zustand, ohne technisches Wenn und Aber
- Kontra: Als Youngtimer für eine H-Zulassung noch neun Jahre zu jung
- Fazit: Ein Spider, der zusammen mit seinem Besitzer problemlos altern möchte





