Eines vorweg, schon der Preis signalisiert: Dies ist kein scheckheftgepflegtes Ersthand-Auto im Topzustand. Der 84er Jaguar XJ 6 4.2 Serie III in Dorchester Grey trägt durchaus Spuren der Jahrzehnte. Lack und Polster leben eine ausgeprägte Patina, die eine gründliche Aufbereitung mildern könnte.
Sie zeugt offenbar von einer längeren Standzeit des Kat-losen silbernen Sechszylinders, der schon in Rufweite des H-Kennzeichen lauert. Auch der nachträglich applizierte Radlaufchrom könnte ebenso wie der nur fünfstellige Tacho Wichtiges verbergen. Die Zahl 4.2 beruhigt wiederum, weil vernachlässigte Zwölfzylinder oft ein Fass ohne Boden sind. Dennoch wirkt der patinierte, nur von geringfügigen Rostansätzen geprägte Zustand wie eine Einladung zur Auseinandersetzung mit dem Wagen.
Als Stickshift, also als Viergang-Schalter mit Overdrive, spricht er Liebhaber ganz besonders an. Sie hoffen auf Verbrauchsvorteile gegenüber der Borg Warner-Automatik. Die Fahreigenschaften überzeugen, nur der demontierte Luftfilter sorgt für ein schärferes Ansauggeräusch.
- Pro: 1. Hand, geringe Laufleistung, ohne Hebebühne nur geringe Rostansätze erkennbar
- Kontra: Radlaufchrom, Detailmängel, große technische Inspektion erforderlich
- Fazit: No risk, no fun. Erhaltenswerter Jaguar in H-Kennzeichen-Nähe für Mutige



