Unter dem Jury-Vorsitz von Walter de Silva, Leiter Konzern Design der Volkswagen Group, kommt den acht Experten die wichtige Aufgabe zu, die Sieger des Concours d'Elegance der 1. Schloss Bensberg Classic zu küren.
Die Auto-Designer: Walter de Silva und Giorgetto Giugiaro
Jury-Präsident Walter de Silva ist seit 2007 Leiter Konzern Design der Volkswagen Group und verantwortet die Designlinien aller Pkw-Marken im Konzern. Der heute 58-Jährige stammt aus dem italienischen Lecco und begann seine Karriere 1972 beim Fiat-Designzentrum. Anfang der 80er Jahre war de Silva Leiter des Bereichs für Industriedesign und Automobile am Instituto Idea in Turin. 1986 übernahm er die Leitung des Alfa-Romeo-Designzentrums. 1999 wurde er Leiter des Seat S.A. Designzentrums, wo er unter anderem für den neuen Seat León, den Altea und den Toledo verantwortlich zeichnete. Ab März 2002 war er für das Design der Markengruppe Audi mit den Marken Audi, Lamborghini und Seat verantwortlich. In seine Zeit bei Audi fallen Modelle wie der Q7 (2005), der Audi TT (2006) und der Audi R8. Walter de Silva erhielt zahlreiche Designauszeichnungen, u. a. 2004 den Preis "Das schönste Automobil der Welt" für das Design des Audi A6 und des Lamborghini Murciélago Roadster
Giorgetto Giugiaro - Er gilt als einer der bedeutendsten Designer unserer Zeit. Der Großvater malte Kirchenfresken, sein Vater Mario war Kunstmaler. Der junge Giorgetto besuchte tagsüber eine Turiner Kunstschule, danach übte er sich in Abendklassen in Technischem Zeichnen. 1955 kam die Entscheidung: Giugiaro hatte eine Leidenschaft fürs Zeichnen von Autos entwickelt und Dante Giacosa, der Technische Direktor von Fiat, sah seine Skizzen, erkannte Giugiaros Talent und holte ihn zu Fiat. Der Rest ist Automobilgeschichte. Schon 1959 wurde er – mit 21 – Chef von Nuccio Bertones Styling Centre. Ende der 60er Jahre gründete er seine eigene Firma Italdesign, für die er seitdem rund 200 Autos zeichnete, allen voran den VW Golf der ersten Generation. Giugiaro wurde mit zahllosen internationalen Preisen ausgezeichnet.
Die Kunstschaffenden: Alfredo Häberli, Stephen Bayley und Xiao Hui Wang
Alfredo Häberli ist ein international etablierter Designer mit Sitz in Zürich, von wo aus er für einige der führenden Unternehmen der Design-Industrie aus ganz Europa arbeitet. Geprägt durch seine frühe Kindheit in Argentinien, vermag er in seinen Entwürfen Tradition und Innovation sowie Witz und Neugierde zu vereinen. Das Ergebnis sind Produkte mit starker Emotionalität und viel Funktion, die 2008 an seiner eigenen Retrospektive "SurroundThings" im Museum für Gestaltung Zürich ausgestellt wurden und für die er anlässlich der Internationalen Möbelmesse in Köln von der Zeitschrift Architektur & Wohnen den Titel "Designer des Jahres 2009" erhielt.
Stephen Bayley - Der 58-Jährige gehört zu den bekanntesten Koryphäen auf den Gebieten Design, Architektur und Populärkultur. Der Autor, Kritiker, Kolumnist, Kurator, Rundfunkmitarbeiter und Berater war als erster Direktor an der Gründung des Londoner Design Museum beteiligt. Seit fast 30 Jahren spricht er in Zeitungen, im Radio und im Fernsehen über alles, was mit Kunst im Alltag zu tun hat, und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Seither haben seine Bücher und Artikel die Wahrnehmung der Menschen von "Design" geprägt. Bayley wurde 1951 in Cardiff geboren, studierte in Manchester und Liverpool. Bayley schreibt u. a. für "GQ", "Car" und den "Observer" und ist Kolumnist der "Times". Tom Wolfe sagte über ihn: "Kein anderer meldet sich mit so interessanten Beobachtungen zu Stil, Geschmack und modernem Design zu Wort."
Xiao Hui Wang ist eine chinesische Fotokünstlerin, die auch als Buchautorin und Filmemacherin arbeitet. Seit 1986 lebt sie in München und inzwischen auch in Shanghai. Für ihre künstlerischen Arbeiten wurde Wang bereits mehrfach international ausgezeichnet. Bis heute veröffentlichte sie mehr als 40 Bücher, vor allem Bildbände. Ihre Autobiographie "Mein visuelles Tagebuch" ist seit Jahren ein Bestseller und gewann wichtige Buchpreise in China. Im Herbst 2006 erschien es bei Hoffmann und Campe in deutscher Sprache. Seit 2001 hat Wang eine Professur an der Tongji-Universität Shanghai. Dort wurden von ihr im Jahr 2003 das Institut "Xiao Hui Wang Art Workshop" und im Jahr 2006 das "Tongji International Media Art Center" (TIMAC) gegründet. Sie ist ferner Art-Direktorin der Autostadt "German City" in Shanghai. Wang wurde in der Hongkonger Zeitschrift "Phoenix Life" als einer von 50 Chinesen genannt, die die Welt von morgen beeinflussen werden. 2008 wurde sie in China als "Artist of the Year Award" und "Top 10 Designer" und in der Schweiz als "Star Artist” in "Art Masters” ausgezeichnet.
Die schreibende Zunft: Bernd Ostmann und Jürgen Lewandowski
Bernd Ostmann - Als Chefredakteur von auto motor und sport ist Bernd Ostmann einer der wichtigsten deutschen Motorjournalisten. Der 1951 in Stuttgart geborene Ostmann absolvierte nach einer Maschinenschlosserlehre ein Ingenieurstudium an der Staatlichen Fachschule Esslingen. 1976 trat der 25-Jährige als Sportredakteur in die Redaktion von auto motor und sport ein. 1994 wurde er Chefredakteur der Zeitschrift und verantwortet auch den Ableger Motor Klassik. Seit 2001 ist Ostmann verantwortlich für die redaktionelle Gesamtleitung der auto motor und sport-Gruppe des Verlages.
Jürgen Lewandowski - 1950 geboren, startete Lewandowski seine berufliche Karriere - nach dem Studium von Germanistik und Anglistik - 1975 bei auto motor und sport und wurde im Herbst 1977 Ressortleiter "Automobil" bei dem Technikmagazin "hobby", bevor er 1979 als Ressortleiter "auto + verkehr" zur "Süddeutschen Zeitung" in München gerufen wurde. Seit 2001 arbeitet er als Berater für die Ganske Verlagsgruppe in Hamburg und als Autor für mehrere Publikationen - so die "NZZ am Sonntag", die "FAZ" und "FAZ am Sonntag", "RAMP" und "Car" in Südafrika. Außerdem sind mittlerweile zusammen mit dem "NZZ"-Fernsehformat einige Filme zu Autothemen entstanden.
Der Rennfahrer: Jacky Ickx
Jacky Ickx, 64, trat in seiner über 30-jährigen aktiven Zeit in den unterschiedlichsten Motorsport-Disziplinen an. Schon mit 18 Jahren wurde er mit einer Zündapp belgischer Trial-Meister. Seinen ersten Einsatz in einem Formel-1-Wagen hatte er 1966 beim Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring. 1968 feierte Ickx auf Ferrari im verregneten Rouen seinen ersten Grand-Prix-Sieg. Bis 1979 errang Ickx bei 116 Formel-1-Rennen acht Grand-Prix-Siege und wurde zweimal Vize-Weltmeister (1969 und 1970). Legendär sind seine sechs Erfolge bei den 24 Stunden von Le Mans. Hinzu kommen zahlreiche weitere Siege bei anderen Rennen, darunter der Rallye Paris-Dakar 1983 mit dem Schauspieler Claude Brasseur als Beifahrer.
| Startnummer | Fahrzeug | Baujahr |
|---|---|---|
| 1 | Rolls-Royce Silver Ghost | 1914 |
| 2 | Amilcar C2 | 1922 |
| 3 | Bugatti Type 35 T | 1926 |
| 4 | Ford A Pick-up Typ A | 1928 |
| 5 | Ford A Coupé Deluxe | 1930 |
| 6 | Bentley Blower | 1930 |
| 7 | Lagonda M 45 | 1934 |
| 8 | MG VA | 1936 |
| 9 | Lagonda LG 45 Rapide | 1937 |
| 11 | Horch 930 V | 1939 |
| 12 | Alvis 4.3 SWB Open Tourer | 1939 |
| 15 | Alvis Speed 25 | 1939 |
| 16 | Buick Super 8 | 1947 |
| 17 | Jaguar XK 120 FHC | 1952 |
| 18 | Frazer-Nash Mille Migla | 1952 |
| 20 | Volkswagen Käfer Kamei | 1952 |
| 23 | Fiat Otto Vu V8 | 1953 |
| 25 | Aston Martin DB 2/4 DHC | 1954 |
| 27 | Rolls-Royce Silver Down Hopper | 1954 |
| 28 | Mercedes-Benz 300 SL | 1955 |
| 29 | Porsche 356 Speedster | 1955 |
| 30 | Mercedes-Benz 300 SL-R | 1957 |
| 31 | VW Karmann Ghia Typ 14 Cabrio | 1958 |
| 32 | BMW 503 Cabrio | 1957 |
| 33 | Volkswagen Käfer Cabriolet | 1958 |
| 34 | Denzel | 1958 |
| 35 | Porsche 356 A Convertible | 1959 |
| 36 | Borgward Isabella Coupé Cabrio | 1959 |
| 38 | Volkswagen Rometsch Coupé | 1959 |
| 40 | BMW 503 Coupe SD | 1960 |
| 41 | Facel Vega HK 500 | 1960 |
| 42 | Ford Thunderbird Cabrio | 1960 |
| 44 | Austin Healey MKII Rallye | 1961 |
| 45 | Mercedes-Benz 190 SL | 1961 |
| 46 | Skoda Octavia TS | 1961 |
| 47 | Ferrari 250 California | 1961 |
| 49 | Porsche 356 B Coupe | 1962 |
| 52 | Skoda Octavia | 1963 |
| 53 | Volkswagen Käfer Herbie | 1966 |
| 55 | Aston Martin DB 5 | 1964 |
| 58 | Mercedes-Benz 230 SL | 1965 |
| 59 | Alfa Romeo Giulia Spider | 1964 |
| 60 | Porsche 356 C | 1965 |
| 62 | Volkswagen T1 Lufthansa Bus | 1965 |
| 63 | Mercedes-Benz 250 SE/Coupé | 1966 |
| 64 | Ferrari 275 GTS | 1966 |
| 65 | Sunbeam Tiger | 1966 |
| 66 | Ferrari 330 GTC | 1966 |
| 67 | Lamborghini 400 GT | 1966 |
| 69 | VW Karmann Ghia Typ 34 Cabrio | 1968 |
| 70 | Bentley T1 | 1969 |
| 71 | Audi 100 Coupé | 1969 |
| 72 | Ferrari 365 GTC | 1969 |
| 73 | Porsche 911 T Targa | 1969 |
| 74 | Volkswagen T1 Samba-Bus | 1969 |
| 75 | Volkswagen 411 | 1970 |
| 78 | Ferrari Dino gt | 1971 |
| 81 | Volkswagen Buggy | 1971 |
| 83 | Volkswagen Post Fridolin | 1972 |
| 84 | Porsche 911 RS | 1973 |
| 85 | Volkswagen SP2 | 1973 |
| 90 | VW Porsche 914/4 | 1973 |
| 95 | Volkswagen Käfer ADAC | 1977 |
| 99 | Volkswagen Iltis | 1979 |






