Parlamentskreis "Automobiles Kulturgut": Fraktionsübergreifend: Parlamentarier treten für Klassiker ein

Oldies werden auch von vielen Bundestagsabgeordneten geliebt. Jetzt gründete MdB Dr. Andreas Scheuer den fraktionsübergreifenden Parlamentskreis "Automobiles Kulturgut".

Im Deutschen Bundestag gibt es seit dem 26. Mai einen neuen, fraktionsübergreifenden Parlamentskreis "Automobiles Kulturgut".

Sein Initiator, Dr. Andreas Scheuer von der CDU/CSU-Fraktion, gab am 26. Mai in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft neben dem Reichstagsgebäude medienwirksam den Startschuss - mit schwungvollem Tritt auf den Kickstarter eines D-Rades. Auch Bundestagspräsident Norbert Lammert war bei der Gründungsveranstaltung anwesend.
 
"Wir wollen eine Art Frühwarnsystem für Oldtimerproblematiken schaffen", so Dr. Scheuer, "die dann im parlamentarischen Verfahren eingehend diskutiert werden können". Er ist nicht der einzige oldtimerbegeisterte Abgeordnete. Brüder und Schwestern im Geiste sind zum Beispiel Jens Köppen und Carsten Müller (beide CDU), Patrick Döring (FDP), Simone Violka und  Hans Eichel (beide SPD) und Dagmar Enkelmann (DIE LINKE). Martin Halder vom Berliner Meilenwerk berät den Kreis.
 
Scheuer umreißt seine Position: "Deutschland ist das Autoland, die Kulturnation und Heimat der Ingenieure und Erfinder. Wir wollen eine verbesserte Kommunikation zwischen Politik, Wirtschaft und Verbänden erreichen. Dazu soll regelmäßig Meinungsaustausch mit Fachvertretern und Multiplikatoren aus der Oldtimerszene geführt werden. Das Auto ist Kulturgut, und die Kulturnation Deutschland nimmt im Parlament einen hohen Stellenwert ein."

Parlamentskreis trifft sich zum "Kickstart" und "Abfahren"

Der Parlamentskreis soll zwei Mal im Jahr mit rund 35 Fachleuten zusammenkommen: Der "Kickstart" soll im Frühjahr die Oldtimersaison eröffnen. Im Herbst wollen die Mitglieder beim "Abfahren" die Saison beschließen und aktuelle Fragen diskutieren. Weiterhin wollen die Parlamentarier in einzelnen Schwerpunktsitzungen einzelne Punkte konkretisieren, "um die parlamentarischen Verfahren und Abläufe zu bereichern", wie Koeppen es auf seine Internetseite beschreibt.

Ausdrücklich heißen die Mitglieder des Parlamentskreises die Akteure der Oldtimerszene - Verbände, Clubs, Veranstalter, Hersteller, Mittelständler, Handwerker, Verlage und Fachmedien - mit ihrem Sachverstand willkommen.

Der "Kickstart 2009" erfolgte im Beisein vieler Spitzenvertreter der deutschen Oldtimer-Verbände, der Clubs und der Szene. Nach der Bundestagswahl wird der Kreis im Oktober 2009 einen ersten Arbeitsbericht abgeben können.

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Malte Jürgens/kkl

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