In Rot, Gelb oder gar Weiß ist das dramatische Corvette-Design, das sich hart an der Grenze zum Theatralisch-Überdrehten bewegt, schon beinahe nicht mehr auszuhalten. Das Schwarz bändigt die Wucht der schieren Größe, der großen Flächen und unterstreicht dennoch die energisch fließenden, wie Muskeln wirkenden Karosserielinien.
Die C3- Corvette fährt sich so, wie sie aussieht: souverän, lässig, überirdisch
Genial und unerreicht ist die sich keilförmig zwischen den vorderen Kotflügelbögen nach vorn absenkende Motorhaube. Man fragt sich unweigerlich, wie dort ein großvolumiger V8- Motor Platz finden kann? Hübsch ist auch die steil stehende Heckscheibe zwischen den nach hinten verlängerten B-Säulen. Designer Larry Shinoda, Spross einer in Los Angeles lebenden japanischen Familie, schuf 1965 mit der Designstudie Mako Shark II die atemberaubende Vision eines Sportwagens, die 1968 mit nur wenig Änderungen als neue Corvette in Serie ging.
Dieses Modell von 1974 zeigt sich erstmals komplett ohne Chromstoßstangen und nimmt den nüchternen Techno-Stil der Achtziger vorweg. Auch das 1978 eingeführte Glaskuppel-Fastback fügte dem ursprünglichen Entwurf keinen ernsthaften Schaden zu. Und das Allerbeste: Die C3- Corvette fährt sich so, wie sie aussieht: souverän, lässig, überirdisch. Dank Automatik reagiert der 250 PS-V8 bei jedem Tempo spontan auf Gasfuß-Impulse und schiebt das Coupé kräftig voran. Die Tachonadel klettert dabei schneller nach oben als die des Drehzahlmessers. Man unterschätzt dadurch das gefahrene Tempo. Doch keine Sorge - dank zupackender Bremsen und einer ausgewogenen Gewichtsverteilung bleibt die aufregende Corvette gut unter Kontrolle.


