Hans-Jörg Götzl über den 1967er Porsche 911 S

"Mehr braucht man nicht zum flotten Fahren"

Porsche 911 S

"Man mag es ja fast nicht mehr sagen, aber es soll immer noch Leute geben, die es nicht wissen oder nicht glauben wollen - und deshalb muss ich es jetzt an dieser Stelle nochmal sagen: Der Porsche 911 ist in der Summe seiner Eigenschaften schlicht der beste Sportwagen, der je gebaut wurde."

"Man mag es ja fast nicht mehr sagen, aber es soll immer noch Leute geben, die es nicht wissen oder nicht glauben wollen - und deshalb muss ich es jetzt an dieser Stelle nochmal sagen: Der Porsche 911 ist in der Summe seiner Eigenschaften schlicht der beste Sportwagen, der je gebaut wurde."

Jawohl. Kein anderes Serienfahrzeug mit Straßenzulassung wurde je so konsequent und reduziert gezeichnet wie der Neunelf-Bauhaus auf Fuchs-Felgen gewissermaßen: Alles, was man zum Schnellfahren benötigt, ist da, überflüssiger Tand wurde weggelassen. Die verwendeten Materialien sind von allerhöchster Güte, die handwerkliche Ausführung ist nahezu perfekt. Wie gut die Basis geriet, zeigt sich daran, dass der 911 in seinen vielen Ausbaustufen praktisch jedes Rennen auf diesem Planeten mindestens einmal gewonnen hat.

In kundiger Hand macht der Porsche genau das, was er soll

Er bereitet jede Menge Spaß und zeigt sich dabei noch äußerst robust - was zusammen ziemlich genau der Idealvorstellung eines Sportwagens entspricht. Dies gilt nach meinem Geschmack insbesondere für die frühen Versionen wie diesen 911 S von 1967: Mehr braucht man nicht zum flotten Vorankommen.

Die schmale Karosserie begrenzt das Lebendgewicht auf leichtfüßige 1.080 Kilogramm, dennoch sitzt man auch nach 1.000 Kilometern noch bequem und hat stets fünf vollständige Instrumente im Blick. Der Zweiliter-Sechszylinder jubelt bei Bedarf lässig an die 7.000er-Marke des mittigen Drehzahlmessers und setzt bis zu 160 PS frei - genug, um TDI-Tretern den Rückspiegel zu füllen. Das wahre Revier des 911 aber sind natürlich kurvenreiche Landstraßen, auf denen Fahrer und Fahrzeug irgendwann zu einer Einheit verschmelzen. Ob ich diesem Auto verfallen bin? Wie kommen Sie darauf?

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Alf Cremers

Autor:

Motor Klassik, Heft 08 / 2009

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