Der heute 67-Jährige kauft seinen Volvo im Juni 1966 und ist seitdem kaum vom Steuer zu bekommen - in den ersten 48 Stunden fährt er schon 2.500 Kilometer. Die tägliche Fahrtstrecke, die er zurücklegen muss, beträgt rund 200 Kilometer. Der Tacho zeigt schon nach zehn Jahren mehr als 800.000 Kilometer an.
Ziel: drei Millionen Meilen innerhalb der nächsten fünf Jahre
Der mittlerweile pensionierte Lehrer hat sich nun ein Ziel gesetzt: Er will bis 2012, genauer bis zu seinem 72. Geburtstag am 15. Juli, die drei Millionen Meilen-Marke knacken. Dafür klemmt er sich jeden Tag hinter das schmale Volant des schönen Volvo. Und sammelt Kilometer, indem er mal kurz zum Diner nach Woming fährt, nach Montana zum Lunch oder nach Cincinatti, um dort einen Kaffee zu trinken.
Pro Jahr fährt Gordon so lange Jahre über 160.000 Kilometer. Mittlerweile geht er es etwas ruhiger an – und kommt auf einen Jahresschnitt von rund 130.000 Kilometer.
"Ob ich mein Ziel erreiche, hängt nicht von dem Volvo ab. Wenn er Ersatzteile braucht, ist das recht leicht zu bewerkstelligen. Bei meinem Körper bin ich mir da nicht so sicher", sagt der 67-jährige. Sein Arzt habe ihm verboten, mehr als 1.000 Meilen pro Tag zu fahren, ergänzt er, daher brauche er nun acht statt sechs Tage, um die USA zu durchqueren.
Einladungen zu allen großen Treffen
An Ausflugszielen mangelt es Gordon nicht. Mittlerweile ist er über die Staatsgrenzen hinweg bekannt und wird zu allen großen Treffen in Nordamerika eingeladen, um sich und seinen zuverlässigen Schweden zu präsentieren.
Doch langsam werden ihm die Routen zu langweilig. "Ich kenne mittlerweile jede Interstate in den Vereinigten Staaten. Wenn ich jetzt unterwegs bin, suche ich mir neue Alternativrouten aus", erklärt Gordon. Er hofft auf Einladungen nach Europa, Australien oder Hawaii, um auch mal ganz neue Wege fahren zu können.
Vielleicht ist der Volvo bald zu kaufen - für einen Dollar pro Meile
Die Zuverlässigkeit bezeichnet Gordon als herausragend - kein Wunder, fährt er doch immer noch mit dem ersten Motor, dem ersten Getriebe, dem ersten Radio und den selben Achsen, mit denen der Volvo vom Schiff auf amerikanischen Boden gerollt ist.
Irv Gordon weiß noch nicht, was er mit dem Volvo P 1800 machen wird, wenn er die drei Millionen Meilen geschafft hat. Vielleicht wird er ihn verkaufen, "aber nicht für weniger als einen Dollar pro Meile", betont er. "Entweder ich verkaufe ihn oder ich spende ihn einem Museum - oder ich fahre ihn einfach weiter, wer weiß das schon."




