Wer vor dem Krieg für eine Rennstrecke mit langen Geraden und steilen Bergauf-Passagen ein schnelles, sportliches Automobil suchte, der wurde vor allem von Bentley und Mercedes-Benz bestens bedient. Beide Traditions-Marken hatten für den begüterten Privat-Fahrer und natürlich auch für ihre Werkspiloten schwere Brummer mit bis zu sieben Liter Hubraum und oft mit Kompressor im Programm, deren Vier- und Sechszylinder-Motoren mitunter mehr als 200 PS leisteten.
Weiße Elefanten sind offene Tourer
Damit ausgerüstet, gewannen die Bentley-Boys in ihren hochbeinigen Racing-Trucks das 24-Stunden-Rennen von Le Mans von insgesamt fünfmal. Mercedes siegte unter anderem beim Eröffnungsrennen auf dem Nürburgring am 18. Juni 1927. Den "Weißen Elefanten" genannten offenen Tourer 680 Typ S fuhr Rudolf Caracciola. Das originale Sieger-Auto des ersten Eifelrennens ist deshalb beinahe auf den Tag genau wieder auf der legendären Strecke unterwegs.
Am frühen Samstagabend werden bereits gegen 17 Uhr 30 im historischen Fahrerlager die ersten Motoren losbrüllen; das Demo-Rennen startet um 18 Uhr und findet auf dem Grand-Prix-Kurs statt. Einige kleine, leichte Zweisitzer von Alvis, Bugatti, MG und Riley mit hubraumschwächeren, deutlich höher drehenden Maschinen werden die schweren Elefanten etwas zum Schwitzen bringen. Der optische und akustische Renngenuss bildet damit den Höhepunkt des ersten Eifelrennen-Tages, gefolgt vom einstündigen Sonderlauf der Motor-Klassik-Leser, der von 18 bis 19 Uhr dauert.
Motor Klassik hat Namenspatronat übernommen
Deshalb und weil das Elefantenrennen direkt bis an die Anfänge des Eifelrennens und damit auch der bis heute unerreichten Nürburgring-Nordschleife zurückreicht, hat Motor Klassik das Namenspatronat für die Revival-Fahrt der Vorkriegs-Supersportler übernommen.






