Ro80-Designer Claus Luthe gestorben

BMW 5er Designer

Der frühere Chefdesigner des Autoherstellers BMW, Claus Luthe, ist tot. Luthe starb am Montag im Alter von 75 Jahren, wie aus Todesanzeigen hervorging, die am Donnerstag (20.3.) in Münchner Zeitungen veröffentlicht wurden.

Der erfolgreiche Autodesigner hatte unter anderem den legendären "NSU Ro 80" entworfen, der mit seinem avantgardistischen Keilform-Design die Fachwelt verblüffte und 1967 zum Auto des Jahres gekürt worden war. Die Limousine der gehobenen Mittelklasse war mit einem Wankelmotor ausgestattet und begeistert noch heute Automobilfans.


Vom Karosseriebauer zum Designer

Seine steile Karriere begann Luthe als Karosseriebauer bei der Firma Voll in Würzburg. Nach einer Tätigkeit als Konstrukteur beim Autobauer Fiat in Heilbronn wurde Luthe 1956 Designer beim Zweirad- und Automobilhersteller NSU, wo er seit 1967 die Design-Abteilung leitete. Von 1971 bis 1976 arbeitete er beim Autobauer Audi und wechselte daraufhin zu BMW nach München. Unter seiner Leitung wurden die Erfolgsmodelle der 5er- und 7er-Serie von BMW sowie der neuen 3er-Serie entworfen.

Privat musste Luthe allerdings eine Tragödie verkraften: Nach einem Streit hatte der Topdesigner seinen 33 Jahre alten Sohn Ulrich mit mehreren Messerstichen getötet. Er wurde deshalb zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt. Bereits kurz nach der Verurteilung wurde der Haftbefehl gegen ihn aber außer Vollzug gesetzt und er kam auf freien Fuß. Mit seinem früheren Arbeitgeber BMW einigte sich Luthe daraufhin, vorzeitig in den Ruhestand zu gehen. Er erhielt zudem einen freien Beratervertrag und war als externer Mitarbeiter für den weißblauen Autobauer tätig.

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