Sergio Sartorelli, der 1928 geboren wurde, studierte an der Politechnischen Universität von Turin Maschinenbau und begann seine Karriere 1956 bei der Carrozzeria Ghia.
Bei Pininfarina abgelehnt, bei Ghia der Durchstarter
Sartorellis Bewerbung bei Pininfarina wurde abgelehnt. Der Chef von Ghia in Turin, Luigi Segre, erkannte allerdings das Potential des jungen Ingenieurs und übertrug ihm schon ab dem darauffolgenden Jahr bis 1964 die Leitung der Design-Prototypen-Abteilung.
Bei Ghia arbeitete Sartorelli für Alfa Romeo, Fiat, Chrysler, Lambretta, Innocenti, Glas, Dodge, Renault, Volvo, Ford, De Soto, Porsche und Volkswagen. Unter anderem entstanden die Entwürfe zu Fiat 1100, den Jolly-Versionen von Fiat 500, 600 und 1100, Alfa Romeo Giulietta Sprint Coupé und Spider, 2000 Spider sowie Fiat 2300 S Coupé und Cabriolet. Am bekanntesten ist sein Entwurf des Karmann Ghia Typ 34, der ab 1961 bei Karmann in Osnabrück gebaut wurde.
Luigi Segre gründete 1960 gemeinsam mit Arrigo Olivetti die Firma Officina Stampaggi Industriali, besser bekannt als O.S.I. Neben dem Ghia-Designbüro gab es nun eine eigene Fertigung. Der von 1967 bis 1968 rund 2.200 Mal gebaute OSI-Ford 20 M Coupe zählt zu dem bekanntesten Automobil, das Sergio Sartorelli für OSI zeichnete. Nach dem Konkurs von OSI im Jahr 1968 ging Sartorelli zu Fiat, wo er bis 1984 an Fahrzeugen wie dem Fiat 126, dem Ritmo oder Regata mitarbeitete.




