Traum-Klassiker, die nie gebaut wurden: Aus den Schubladen der Automobildesigner

Alfa Romeo 164 Coupé

Diese Traumwagen-Entwürfe könnten tatsächlich aus den Schubladen der Autobauer gefallen sein. Doch weder das Fiat 124 Coupé noch der Opel GT Shooting Brake hatten jemals Chance auf eine Serienfertigung. Sie entspringen der Phantasie eines Automobildesigners.

Träumen darf man doch - etwa davon, auf einem Oldtimermarkt eine noch nie gesehene Karosserievariante eines Oldtimers zu finden. Ab und zu trifft man solche Kreaturen vom Schlage eines BMW 7er-Kombis der Baureihe E23 oder eines zum Cabrio umgemodelten VW Polo, doch was der studierte Automobildesigner Christian Schulte an seinem Computer gezeichnet hat, wäre eine mittlere Sensation.

Als die Autobauer nur drei Modelle im Programm hatten

Wie der Lancia Gamma Shooting Brake. Gar nicht so weit weg von der historischen Realität, schließlich haben die Italiener mit dem Lancia Beta HPE den praktischen Lifestyle-Kombi erfunden. Doch in den 50er- bis 70er-Jahren hatten die Automobilhersteller nur wenige Modelle im Programm, von denen es meist auch nur eine Karosserievariante gab. Es war einfach zu teuer und mit zu viel Risiko behaftet, einfach ins Blaue hinein neue Cabrios, Kombis oder Coupés zu entwickeln.

Die Hersteller - und Kunden - waren schon zufrieden, wenn es Modelle in der Kleinwagenklasse, in der Mittelklasse und vielleicht noch in der Oberklasse im Portfolio gab. Die große Diversifikation kam erst in den 1990er-Jahren. Ein Vorreiter der wachsenden Modellpalette ist Mercedes: In den 1980ern gab es gerade mal fünf Baureihen. Mit dem 190er wurde dann 1982 ein Einstiegs-Mercedes präsentiert, die Mittelklasse wurde mit den Varianten des W123 und W124 kräftig ausgebaut - T-Modell, Coupé und Cabrio. Dann gab es noch den SL und die S-Klasse sowie das G-Modell. Und auf einmal ging alles ganz schnell: In nur rund 15 Jahren kamen sage und schreibe zwölf Baureihen hinzu. Für jeden Einsatzzweck gibt es nun das passende Modell - bei allen großen Herstellern.

Alfa Romeo Montreal Cabrio und Fiat 130 Shooting Brake

Die Computerretuschen zeigen, welche Oldtimer-Schönheiten es heute geben könnte - wenn der Trend schon vor Jahrzehnten eingesetzt hätte. Und einige der Kreationen von Schulte hätten durchaus schon vor 30 oder 40 Jahren eine gute Chance auf Erfolg gehabt. Angefangen beim Alfa Romeo Montreal Cabriolet für gut betuchte Sportwagenfahrer. Das Coupé gilt als eine Ikone des Automobilbaus, die Cabriovariante setzt dem Ganzen noch eine Krone der Exklusivität auf.

Besonders praktisch gibt sich das Konzept des Fiat 130 Shooting Brake. Ein Luxusauto mit Platz für vier Personen samt Urlaubsgepäck - ein echter GT als Lademeister der Oberklasse. Optisch besonders gelungen ist auch der Alfa Romeo Giulia Shooting Brake, die zweitüriger Kombi-Version der schönen Italienerin. Bei manchen Entwürfen meint man sogar, sie schon irgendwann mal gesehen zu haben, so etwa beim Mercedes-Benz 300 Coupé oder dem Opel Kadett Cabrio.

Vielleicht kommt ja der ein oder andere nun auf die Idee, eines dieser Traumautos nachbauen zu wollen - und vielleicht sehen wir bald auf einem Oldtimermarkt ein NSU Ro80-Coupé oder einen aufgeschnittenen Opel GT.

Weitere Entwürfe vergangener Traumwagen gibt es in unserer großen Fotoshow.

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kkl

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