Porsche
Porsche - das Synonym für sportliche Autos. Kein anderer Hersteller transportiert seine Geschichte so gekonnt und stilsicher in die Zukunft. Der 911 ist eine Ikone und auch die einst ungeliebten und als Hausfrauen- oder Bauern-Porsche bezeichneten Porsche 924 werden langsam zu gesuchten Klassikern. Die Ursprünge der Zuffenhausener liegen in Österreich. Professor Ferdinand Porsche war zunächst für die Vereinigten Elektrizitäts-AG und später für die Wiener Hoffabrik Ludwig Lohner & Co tätig. Er entwickelte 1899 das erste Elektro-Automobil, den Lohner-Porsche. 1931 gründete er in Stuttgart ein Konstruktionsbüro. Die Geschichte von Porsche als Automobilhersteller beginnt 1948, als auf Basis des VW Käfer ein sportliches Auto entstand, das als Typ 356 ein großer Erfolg werden sollte. Wichtig für den Fortbestand der Firma war in der Nachkriegszeit die Produktion von Landmaschinen zwischen 1950 und 1963. Porsche-Traktoren gab es mit Ein-, Zwei,- Drei- und Vierzylindermotoren, die aufsteigend Junior, Standard, Super und Master hießen. 1963 wurde der 911 vorgestellt, dessen Geschichte bis in die heutige Zeit reicht. Neben den Heckmotorwagen entstand Ende der 60er Jahre der VW-Porsche 914 mit Mittelmotor, während 924, 944 und 968 mit Vierzylinder und der 928 mit V8-Motor das Transaxle-Prinzip verfolgten - mit Frontmotor und einem an der Hinterachse sitzenden Getriebe. Das sportliche Renommee der Firma rührt von sehr erfolgreichen Renneinsätzen her, dazu zählen 14 Marken- und Teamweltmeisterschaften und 16 Le Mans-Siege, insgesamt gewannen Porsche-Fahrzeuge über 23.000 Rennen. Zu den bekanntesten Porsche-Rennwagen gehören der 917 mit V12, 904 und 908 - der letzte Porsche mit Achtzylinder-Boxermotor.
Mit dem Paradigmenwechsel im Jahr 1996 - Umstieg auf wassergekühlte Boxermotoren wegen höherer Umweltauflagen, die mit den luftgekühlten Aggregaten schwer und nur mit deutlichen Leistungseinbußen zu erreichen waren - schuf Porsche die Voraussetzungen für weitere Modelle. Im gleichen Jahr erschien als neue Baureihe der Boxster, der dank für Porsche-Verhältnisse niedrigem Einstiegspreis ein Bestseller wurde.