Heimvorteil mit Ostblock-Porsche

Schon zum vierten Mal dabei: Sylvia und Rainhard Bauer sind stolz auf "ihr" Sachsen und wollen es würdig bei der Rallye vertreten.

Erfahrene Sachsen Classic-Teilnehmer

"Wir ham’ nen gewissen Heimvorteil" - sagt Rainhard Bauer, der  zum Sachsenring aus dem nur 20 Kilometer entfernten Schneeberg anreiste. "Und wir wollen Sachsen würdig vertreten", fügt seine Frau Sylvia hinzu. Rainhard Bauer ist bereits zum vierten Mal bei der Sachsen Classic dabei. Bestes Ergebnis war 2004 ein dritter Platz bei einer Wertungsprüfung und Rang 89 in der Gesamtwertung.

Jetzt fährt das Paar zum ersten Mal gemeinsam in einem Auto mit. Warum es so lange gedauert hat, mag vielleicht an der von Motor Klassik-Chefredakteur Malte Jürgens zitierten Goldenen Regel beim Paddeln liegen: Kein Ehepaar in einem Boot - doch diesmal probieren es die Bauers als Team.

Kaum zu bezahlen und nicht zu bekommen - Skoda 110 R Coupé zu DDR-Zeiten

Ihr Untersatz ist ein Skoda 110 R Coupé - auch als Ostblock-Porsche bekannt. Für den Lackiermeister war dieser Skoda schon zu DDR-Zeiten das Traumauto – an einen Kauf war allerdings nicht zu denken: "Viel zu teuer", erklärt er, "in der BRD war er für 7.500 Deutsche Mark zu haben, bei uns kostete er dagegen 25.400 Mark. Und außerdem - man bekam ihn ja gar nicht. Nur 500 Stück wurden in der DDR verkauft. Die sollten eigentlich nach Dänemark, waren aber im Rostocker Übersee-Hafen stecken geblieben."

Mit seinen 52 PS aus dem 1,1-Liter-Vierzylinder gehörten die 110 R Coupés zu den schnellsten Autos auf ostdeutschen Straßen - es waren 145 km/h möglich. Und dann gab es ja noch die Sportversionen wie den S 130 RS, der 1977 bei der Rallye Monte Carlo den Klassensieg und den 12. Rang in der Gesamtwertung holte.

Mittlerweile besitzen die Bauers zwei dieser Coupés, eines war 20 Jahre lang im Rallye-Einsatz. Und auch die Beiden nehmen es nun sportlich: "Ich sach’ ma’: wir fahren auf Ankommen", sächselt Rainhard Bauer, bevor er  zum Training auf den Sachsenring abbiegt.

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kkl

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Die rund 600 Kilometer lange Strecke ist in drei Tagesetappen aufgeteilt. Gefahren wird nach einem Roadbook, das Peter Göbel, zusammen mit Mathias Kahle vierfacher Deutscher Rallye-Meister, gewohnt präzise erstellt. 


Die zweite Etappe: Lackpflege auf sächsisch

"Der sächsische Landregen pflegt Lack und erhält die Substanz" - was viele Einwohner des Landes schon immer wussten, ist nun untrügliche Gewissheit. "Das bestätigt jetzt eine von Motor Klassik in Auftrag gegebene Studie", scherzt Malte Jürgens, Chefredakteur von Motor Klassik, weiter.


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