Silvretta Classic Rallye Montafon 2013

Duo Mayr auf Lancia baut Führung aus

Nach dem zweiten Tag der Silvretta Classic 2013 liegen Hanno und Magdalena Mayr in ihrem Lancia Fulvia erneut vorne. Auf Platz zwei und drei haben sich nun ein Bentley und ein Mercedes-Benz vorgekämpft.

Silvretta Classic 2013, Tagessieger Tag 2 Startnummer 130 Foto: Thomas Kurz 57 Bilder

Hanno und Magdalena Mayr sind anscheinend nicht zu bremsen: In ihrem Lancia Fulvia mit der Startnummer 130 setzen sie sich in der zweiten Tageswertung wie gestern an die Spitze und beenden mit 174 Strafpunkten. Auf Rang zwei landen Beat Strupler und Peter Sting im Bentley MK VI Special mit der Startnummer 21 und 252 Strafpunkten. Dritte am zweiten Tag der Silvretta Classic werden Bernd Ostmann und Achim Storz vom Team Mercedes-Bent Classic im Mercedes-Benz 300 SLS O'shea (Startnummer 29) mit 261 Strafpunkten.

Addiert man den 1. und 2. Tag zusammen, sind folgende Teams auf den Plätzen eins bis drei (ohne Streichresultat):
1. Startnummer 130, Hanno und Magdalena Mayr, Lancia Fulvia, 249 Strafpunkte
2. Startnummer 99, André und Hajo Riesenbeck, Porsche 356, 498 Strafpunkte
3. Startnummer 29, Bernd Ostmann und Achim Storz, Team Mercedes-Benz, 300 SLS O'shea, 518 Strafpunkte

Hier sind die Ergebnisse der einzelnen Wertungsprüfungen vom zweiten Tag.

WP 7: Illufer 2

Bei der ersten Wertungsprüfung "Illufer 2" des zweiten Tages begann es abwechslungsreich: Insgesamt 400 Meter müssen in einer Minute zurückgelegt werden, die ersten und letzten 100 Meter jedoch in jeweils zwölf Sekunden. Das Team Mercedes-Benz Classic mit Bernd Ostmann und Achim Storz im Mercedes-Benz 300 SLS O'shea von 1957 (Startnummer 29) legt mit nur einer Zehntelsekunde Abweichung gut vor und sichert sich den ersten Platz. Auf Platz zwei mit 17 Strafpunkten kommen Christian Hupertz und Uli Fischer im Porsche 911 T von 1969 (Startnummer 120), Platz drei nehmen die Tagessieger vom ersten Tag, Hanno und Magdalena Mayr im Lancia Fulvia 1.3 S von 1971 (Startnummer 130), mit 33 Hundertstelsekunden Abweichung ein. Die Zweitplatzierten fahren in der Sanduhrklasse.

WP 8: St. Anton 1

Das Team Ostmann/Storz will es offenbar wissen: Erneut holen sie den Sieg, diesmal bei der Prüfung "St. Anton 1" (drei 18-Sekunden-Abschnitte auf je 70, 100 und 130 Metern) mit 13 Hundertsteln Abweichung. Zwei Hundertstel dahinter setzen sich Peter und Andrea Schöffel im Porsche 356 A Convertible D von 1959 mit der Startnummer 83 auf den zweiten Platz. Team Schaeffler Technologies mit Jörg Walz und Raphael Fischer im Alfa Romeo Giulia Spyder von 1964 (Startnummer 95) kommt mit 0,19 Sekunden Abweichung auf den dritten Platz. Die Schaefflers starten auch in der Sanduhrklasse.

WP 9: Göfis

Die neunte Wertungsprüfung "Göfis" der Silvretta Classic 2013 ist bei 80 Metern in 15 Sekunden ein Kinderspiel für viele: Gleich vier Teilnehmer fahren mit einem Hundertstel Abweichung ein, nämlich Team BMW Classic mit Ralf Vierlein und Dietmar Stanka im BMW 328 von 1937 (Startnummer 60), Harald und Ricardo Göstl im Bentley 4,5 Open Tourer von 1946 (Startnummer 5), André und Hajo Riesenbeck im Porsche 356 von 1961 (Startnummer 99) und Hubert Peter und Angelika Herter im Glas GT 1700 von 1964. Bei gleicher Punktzahl zählt das ältere Baujahr, daher gewinnt der BMW 328 mit der Startnummer 60. Die drei letztgenannten Teilnehmer treten in der Sanduhrklasse an.

WP 10: Schellenberg

Die zehnte Wertungsprüfung "Schellenberg" hat es in sich: Zwar sind es nur 30 Meter in zwölf Sekunden, aber diese müssen rückwärts zurückgelegt werden. Dass dies kein Hindernis für Autos ohne Rückfahrkamera sein muss, beweisen vier Teams mit einer glatten Nullrunde: Dr. Wilfried und Ursula Bechtolsheimer im Ferrari 195 S Inter von 1950 (Startnummer 106) gewinnen die Prüfung aufgrund des Fahrzeugalters. Mit ebenfalls null Strafpunkten folgen Team Budde Fördertechnik mit Frederic Budde und Constantin Wenzel im Mercedes-Benz 300 SL von 1963 (Startnummer 76), Team Motor Klassik Online mit Tim Ramms und Markus Eiberger im Opel Rekord A von 1963 (Startnummer 159) und Horst Randecker und Dr. Hartmann Ladendorf im BMW 1600 GT von 1968 (Startnummer 115). In der Sanduhrklasse starten nur Ramms/Eiberger.

WP 11: Pizol

Die elfte Wertungsprüfung "Pizol" ist eine als 180-Grad-Kurve angelegte Doppel-WP mit gemeinsamem Start und zwei Zielen (die ersten 50 Meter in 8 Sekunden, die Gesamtstrecke von 130 Metern in 20 Sekunden). Dr. Frans Ponet und Julie Moens im Triumph TR3 von 1960 (Startnummer 89) holen sich den Sieg mit nur einem Hundertstel Abweichung. Es folgen auf Platz zwei Hanno und Magdalena Mayr in ihrem Lancia Fulvia mit sechs Hundertstel sowie als Drittplatzierte das Team Audi Tradition mit Thomas Frank und Stephan Bock im Audi Sport quattro von 1984 (Startnummer 67) mit 0,13 Sekunden Abweichung.

Die Geheime Wertungsprüfung 2, die sich direkt an das Ende der WP Pizol anschloss, konnte die meisten Teilnehmer nicht überraschen. Den Sieg mit einer Nullrunde fahren Bernhard Eschweiler und Jürgen Tebbenjohanns im MG-B GT von 1977 (Startnummer 141) ein. Auf Platz zwei folgen Dr. Klaus und Renate Draeger im BMW 328 von 1941 (Startnummer 18) mit zwei Hundertstel Abweichung. Dritte werden Fabian Lippuner und Frederic Stucki im MG TC von 1947 mit der Startnummer 20 und 0,03 Sekunden Abweichung.

WP 12: Davos Pischa

Die Wertungsprüfung "Davos Pischa" ist eine eher unproblematische Prüfung mit 100 Metern in 13 Sekunden. Eine Nullrunde und damit den Sieg erfahren sich Claus Heinrich und Wilfried Polle im Bentley 8 litre Le Tourer von 1931 mit der Startnummer 11. Mit nur einem Hundertstel Rückstand folgen drei Teams, nämlich Harald und Ricardo Göstl im Bentley 4,5 Open Tourer von 1946 (Startnummer 5), Beat Strupler und Peter Sting im Bentley MK VI Special von 1950 (Startnummer 21) und Dr. Norbert Griesmayr und Ferdinand Baumgartner im Mercedes-Benz 220 Sb von 1959 (Startnummer 84). Die letztgenannten beiden Teams fahren auch in der Sanduhrklasse.

WP 13: Tschuppbach

Bei der Wertungsprüfung "Tschuppbach" mussten die Teilnehmer geringfügig schneller fahren als bei der WP 13: Es galt 100 Meter in 12 Sekunden zurückzulegen. Genullt wurde diesmal nicht, aber drei Teams fuhren mit nur einem Hundertstel Abweichung ins Ziel: Norbert und Ute Schrader im Austin-Healey 3000 MK I BN 7 von 1959 (Startnummer 85),  Team Schaeffler Technologies mit Norbert und Annemarie Indlekofer im Triumph TR 4 von 1966 (Startnummer 96) und Team Audi Tradition mit Thomas Frank und Stephan Bock im Audi Sport quattro von 1984 (Startnummer 67). Der Austin-Healey entscheidet als ältestes Fahrzeug die Prüfung für sich.

WP 14: Ischgl

Die Wertungsprüfung "Ischgl" bestand aus zwei Teilstrecken, die unmittelbar aneinander anschlossen. Sie begann und endete mit Lichtschranken, der Übergang von Teil A zu B wurde per Druckschlauch gemessen. Ulrich und Maximilian Haupt im VW Käfer 1302 LS von 1971 (Startnummer 132) holten sich hier mit 13 Strafpunkten den Sieg, knapp gefolgt von Dr. Norbert Griesmayr und Ferdinand Baumgartner im Mercedes-Benz 220 Sb von 1959 (Startnummer 84) mit nur einem Hundertstel Rückstand. Ebenfalls 14 Strafpunkte bekamen Hanno und Magdalena Mayr in ihrem Lancia Fulvia und zogen damit gleichauf mit Griesmayr/Baumgartner. Die beiden erstgenannten Teams fahren mit analogen Uhren.

WP 15: Winterweg 2

Die letzte Prüfung "Winterweg 2" am zweiten Rallyetag war entspannt: 150 Meter in 27 Sekunden. Allerdings war sie so entspannt, dass der Motor abgestellt werden musste und die Fahrzeuge bergab rollten. Bei Fahrzeugen mit Bremskraftverstärker und/oder Servolenkung musste im Leerlauf gerollt werden. Das Sieger-Trio rollt mit je einem Strafpunkt mehr ins Ziel: Beat Strupler und Peter Sting im Bentley MK VI Special von 1950 (Startnummer 21) legen mit einem Hundertstel Abweichung vor und gewinnen die WP 15. Es folgten Horst Kespohl und Silke Paul im Ferrari 512 BB von 1977 (Startnummer 147) und Alexander und Elisabeta Deopito im Lagonda LG 6 Le Mans von 1938 (Startnummer 16). Nur Strupler/Sting fahren in der Sanduhrklasse.