Die traumhafte Landschaft des Montafons mit seinen gewundenen Passstraßen, den mystischen Nadelwäldern und dem Silvretta-Stausee als glitzerndes Juwel auf 2345 Metern Höhe macht den Reiz dieser Oldtimer-Rallye aus. Aber auch das Starterfeld ist ein Jahrmarkt der Attraktionen.
Von Vorkriegsautos bis zu Youngtimern alles dabei
Mercedes 300 SL Flügeltürer und Roadster, Porsche 356 A, B oder C, das Jaguar- und MG-Alphabet und die Triumph-TR-Fraktion gehören zum appetitanregenden Fond dieses Menüs für automobile Gourmets. Für die besondere Würze sorgen insbesondere Vorkriegs-Hochkaräter, Pretiosen aus den 50er und 60er Jahren und spannende Youngtimer-Raritäten.
Die Vorkriegs-Fraktion mit ihren heldenhaften Alvis und Riley-Specials, mit den herrlichen Alfa Romeo 6C und 8C, gern von Touring, Zagato oder Farina karossiert, mit den vollblütigen Bugatti-Typen 35, 43 und 57 oder den martialischen Kompressor-Mercedes vom Typ 630 K, SS und SSK, spielt bei der Silvretta-Classic die Rolle eindrucksvoller Charakterdarsteller. In der Wirtschaftswunder-Epoche der fünfziger Jahre brilliert ein ultraseltener Mercedes 300 S Roadster, der in seiner kunsthandwerklichen Pracht den Manufaktur-Automobilbau der dreißiger Jahre fortsetzt.
Die amerikanischen Wagen nutzen stattdessen früh die phantastischen Möglichkeiten virtuos agierender Karosseriepressen für die Massenproduktion. Der Chevrolet Bel-Air ist ein schönes Beispiel für die eigenartige Ästhetik dieser Pracht, im Starterfeld der diesjährigen Silvretta Classsic glänzt ein Chevrolet Nomad, die Kombi-Variante des 57er Bel-Air.
Lamborghini Espada, Triumph Stag oder Audi Sport Quattro
Die Sechziger beschließt der imposante Lamborghini Espada, ein von Bertone mit avantgardistischem Strich gezeichneter eindrucksvoller Viersitzer, der Luxus, Eleganz und Schnelligkeit wie kein anderer Gran Turismo verkörpert. Eigenwillig gibt sich der technisch enorm anspruchsvolle Citroën SM, den Autotester damals gern mit dem Mercedes 600 verglichen. Der von Michelotti attraktiv gestylte Triumph Stag mit seinem Dreiliter-Achtzylindermotor könnte in seiner vornehmen Distinguiertheit auch ein Jaguar sein. Die ultimative Fahrmaschine Audi Sport Quattro krönt dagegen die Allrad-Technologie der achtziger Jahre.



