Seaman wurde am 4. Februar 1913 geboren. Richard Seaman, Spitzname „Dick“, zeigte schon früh starkes Interesse an Autos und setzt seinen Berufswunsch gegen die Widerstände der Eltern durch. Mit 18 startete er bei den ersten Motorsportwettbewerben.
Hoffnungsvolles Nachwuchstalent
Zum Saisonende 1936 erhält er ein Telegramm vom damaligen Mercedes-Rennleiter Alfred Neubauer mit einer Einladung zu Testfahrten auf dem Nürburgring. Dabei setzte sich Seaman gegen 18 weitere Konkurrenten durch und ergatterte einen von zwei Mercedes-Cockpits für Nachwuchspiloten.
Sein erstes Rennen für Mercedes bestritt Seaman am 9. Mai 1937 auf einem W 125. Beim Großen Preis von Tripolis landete Seaman zwar nur auf dem siebten Platz, während des Rennens lag er aber über mehrere Runden an zweiter Position hinter Hermann Lang und vor Rudolf Caracciola.
Tödliche Verletzungen beim Regen-Rennen in Spa
In der Saisons 1937 und 1938 setzte sich Seaman entgültig im internationalen Rennzirkus. Das Jahr 1939 wird zu seiner Schicksalssaison. Am 25. Juni 1939 verunglückt Dick Seaman tödlich. Beim Großen Preis von Belgien führt Seaman in strömendem Regen nach der zwölften Runde bereits mit 31 Sekunden Vorsprung vor seinem Teamkollegen Hermann Lang. Doch trotz des komfortablen Vorsprungs behält Seaman sein hohes Tempo bei, selbst als der Regen noch stärker wird. Dabei gerät er ins Schleudern, schießt mit rund 200 km/h von der Strecke und prallt gegen einen Baum.
Innerhalb von Sekunden steht der Wagen in Flammen. Seaman kann sich nicht aus dem Wrack befreien. Mit schwersten Brandverletzungen wird er ins Krankenhaus eingeliefert. Wenige Stunden nach dem Unfall stirbt Seaman im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen.

