Für Rennfahrer ist es die Grüne Hölle, für die Fans einfach der pure Genuss. Die Nordschleife ist seit der Einweihung im Jahre 1927 zu einer Legende geworden. Kein Ringbesucher kann sich dem speziellen Zauber entziehen. Auch Motorsportjournalist Gregor Messer und Fotograf Ferdi Kräling sind seit Jahrzehnten in den Bann der Grünen Hölle gezogen.
176 Seiten Ring-Geschichte(n) und 177 Bilder
So ist es fast logisch, der spektakulärsten Rennstrecke ein eigenes Buch zu widmen. Aufgeteilt nach Rennklassen und Veranstaltungen - von Tourenwagen über Sportwagen bis zur Formel 1 und dem 24h-Rennen - hat Gregor Messer, der in der Szene als wandelndes Lexikon bekannt ist, einige Anekdoten zum Schmunzeln und Nachdenken niedergeschrieben. Doch der Schwerpunkt dieses 176-Seiten-Buches liegt ganz klar auf der Fotografie. Die Macher von "Grüne Hölle Nürburgring" haben mit der Auswahl der insgesamt 177 Bilder ein glückliches Händchen und viel Sachverstand bewiesen. Garniert mit vielen ganzseitigen Fotos von Ferdi Kräling ist ein außergewöhnliches Werk entstanden, das die Faszination des Rings wiedergibt. Ein besonderes Highlight erwartet den Leser schon zu Beginn durch den zweifachen Nürburgring-Formel 1-Sieger Jacky Ickx (1969 und 1972), der das Vorwort geschrieben hat.
Vier Kapitel: Tourenwagen, Formel 1, Sportwagen und 24-Stunden-Rennen
Das Buch ist in vier Kapitel aufgeteilt, denen etwa gleich viel Platz zugestanden wurde. Es geht los mit den spektakulären Tourenwagen vom Schlage eines Zakspeed-Capri, Kremer-Porsche 935, Lancia Rally 037 oder BMW 3.0 CS. Auf 37 Seiten lassen sich die driftenden Tourenwagen bestaunen, dabei erinnern auch Kleinwagen wie NSU TT oder die heißen ABarth-Flitzer an eine Zeit, in der es auch für Privatfahrer möglich war, für kleines Geld hochkarätigen Motorsport zu betreiben.
Es folgen 41 Seiten, aiuf denen wichtige Glanzstunden der Königsklasse vorgestellt werden. Fast melancholisch kann man werden, wenn Jim Clark, lässig mit einer Hand in der Hosentasche, im Jahr 1965 in einer Kombination aus Rennanzug und Strickjacke mit überkreuzten Beinen in ein Mikrofon plaudert. Nach diesen Seiten mit fliegenden Monoposti und den Helden der Nachkriegsjahre schließen sich 39 Seiten zum Thema Sportwagen an. Boliden von Lola, Alfa Romeo, Porsche oder Ferrari liefern sich ehrgeizige Zweikämpfe, der legendäre Porsche 917/10 mit seinen unfassbaren 1.000 PS kämpft sich 1973 in der Interserie über den Ring. Und auch die Tragödien werden in "Grüne Hölle Nürburgring" nicht ausgeblendet. Hier ließen einige der besten Rennfahrer ihr Leben, Gregor Messer erinnert an die dunkle Seite des Rings.
Ab Seite 146 hat jedoch wieder der Spaß und das Panoptikum des Rings seinen Platz. Auf den letzten 29 Seiten des Buches widmen sich Messer und Kräling dem berühmtesten Event auf dem Ring, dem 24-Stunden-Rennen. Da macht es besonderen Spaß, wenn man die Zuschauer mit ihren heißen Kisten und einer kompletten Wohnungseinrichtungen sieht, die 1979 an den Ring gepilgert sind. Oder einen Blick auf den Parkplatz wirft, auf dem man die Autos der eigenen Kindheit und Jugend identifizieren kann.
Vorgestellt werden in "Grüne Hölle Nürburgring" sowohl die tollkühnen Piloten, die sich auf die 140 Kurven des Abenteuers Nürburgring eingelassen haben, als auch ihre Autos, die wie ihre Fahrer nicht immer unbeschadet von der rasanten Eifelrundfahrt wiederkehrten. Die größten Sieger, die größten Tragödien, die spannendsten Rennen - Motorsporthistoriker kommen hier genauso auf ihre Kosten wie PS-Junkies und Freunde der Motorsportfotografie.
Das Buch aus dem Delius-Klasing-Verlag ist ab sofort für 29,90 Euro im Handel.
| Direktbestellung >>> | Hier bei Amazon kaufen |
| Titel: | Grüne Hölle Nürburgring |
| Umfang: | 176 Seiten |
| Fotos: | 177 |
| Größe: | 21 x 28 cm |
| Verlag: | Delius Klasing |
| ISBN: | 978-3-7688-3274-8 |
| Preis: | 29,90 Euro |

