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Eifelrennen 2008: Neuer Eifel-Geist

Der ADAC Nordrhein hat die vormalige Nürburgring Classic komplett umgekrempelt und mit dem traditionsreichen Namen Eifelrennen versehen. Das Ergebnis konnte sich mehr als sehen lassen - überschattet wurde die Veranstaltung allerdings von einem tödlichen Unfall im 400 km-Rennen auf der Nordschleife.


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Foto: ADAC Nordrhein e.V

Eifelrennen 2008

Eifelrennen 2008

Selbst das Wetter scheint der ADAC Nordrhein nun im Griff zu haben - von Freitag bis Sonntag spannte sich ein sonst nur in Italien so blauer Himmel über die gesamten 20,8 Kilometer der Nürburgring-Nordschleife. Die Schwierigkeiten der vergangenen Jahre, in denen die Nürburgring Classic in leichte Schieflage geraten war - zu wenig Teilnehmer und Zuschauer - scheinen ausgeräumt: Organisationsleiter Peter Geishecker und seit Team haben die Veranstaltung, die übrigens im September 1988 als Eifel-Classic begann und von Motor Klassik miterfunden wurde, komplett umgekrempelt, attraktive Rennserien in die Eifel geholt, das Fahrerlager liebevoll dekoriert und auch sonst alles getan, damit sich die Teilnehmer und die gut 28.000 Zuschauer wohlfühlen.

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"Das ist einfach die allerschönste Rennstrecke der Welt"

Zu den Attraktionen zählten beispielsweise mehrere Porsche-Sonderläufe auf der Nordschleife. Eingeladen hatte der Leverkusener Porsche-Restaurierer Harald Hackenberg, der 49-Jährige hatte mehr als 50 Rennwagen mit der Aussicht an den Ring gelockt, über die Nordschleife zu fahren. Dem konnte sich selbst Rennlegende David Piper nicht entziehen, der mit seinem grünen 917 angereist war. Insgesamt waren drei 917 am Start, dazu fast die gesamte Palette der Fahrzeuge aus der sogenannten Kunstoff-Ära - 904, 906, 908, 910, 935 und 962 sowie jede Menge Fahrzeuge aus der Aluminium-Zeit vom 550 Spyder bis zum 718 RSK. Von jedem Ausflug auf die legendäre Berg- und Tal-Bahn kehrten die Fahrer mit einem breiten Grinsen zurück. "Das ist einfach die allerschönste Rennstrecke der Welt", meinte der zweifache Le Mans-Sieger Gijs van Lennep.


Die historische Formel 1 bis 1985 kämpfte ebenfalls um Punkte und Platzierungen wie die Formel-Fahrzeuge des Graf Berghe von Trips-Pokal, die Formel Junior, F1 von 1958 bis 1965 sowie Formel V. Dann gab es noch die Tourenwagen und GT, Gleichmäßigkeitsprüfungen für Klassiker bis 1965 und 1978 - zusammen mehr als 250 Starter - sowie ein riesiges Vorkriegs-Feld aus rund 100 Klassikern, die Marcus Herfort zusammengetrommelt hatte. Darunter neun Kompressor-Mercedes und elf Bentley aus der frühen Zeit bis 1931, in der Walter Owen Bentley himself noch Regie geführt hatte.

Alles in allem hätte es ein perfektes historisches Renn-Wochenende sein können, das indes durch den tödlichen Unfall des Schweizers Hansruedi Portmann getrübt wurde. Der 62-Jährige kam im 400 km-Rennen auf der Nordschleife mit seinem Mustang aus ungeklärter Ursache und ohne Fremdeinwirkung im Abschnitt Wehrseifen von der Strecke ab und erlitt schwere Verletzungen am Brustkorb. Alle sofort eingeleiteten Rettungsmaßnahmen blieben ohne Erfolg, Portmann erlag kurz darauf im St-Josef-Krankenhaus in Adenau seinen Verletzungen. Aus Trauer und Respekt eröffneten die 150 Teams ihren zweiten Lauf mit einer Schweigeminute.

Autor: Hans-Jörg Götzl
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