Nippon Classic Day: Auto-und Motorrad-Treffen für japanische Klassiker

Am 21. September stand auf dem Gelände der Dampfbierbrauerei in Essen-Borbeck alles unter dem Motto Nippon Classics. Mehr als 450 Fahrzeuge kamen ins Ruhrgebiet, um bei dem einzigen großen Treffen für japanische Klassiker dabei zu sein.

Veranstalter Uwe Wybiralla spricht von mehr als 250 Autos und über 200 Motorräder, die bei den Nippon Classic Days teilnahmen. Ältestes Fahrzeug war ein Honda S 800 aus dem Jahr 1968. Anhand der gezeigten Fahrzeuge ließ sich die Geschichte der Japan-Autos bis in die Neuzeit verfolgen.

Wybiralla begrüßte die Anwesenden mit den Worten: "Wir mit unseren japanischen Klassikern haben es verdient, ein eigenes Treffen zu haben und nicht auf anderen stiefmütterlich behandelt zu werden" - und erntete dafür viel Zustimmung und Applaus. Der Japan-Fan Wybiralla, der im Alltag einen Mazda MX-5 und eine Honda Transalp fährt, kümmert sich 1997 darum, dass ein solches Treffen stattfinden kann. Mit wachsendem Erfolg, wie er erzählt.

Vor elf Jahren gab's den ersten Nippon Classic Day

Der Zuspruch und die Teilnehmerzahlen wachsen seit der Premiere 1997. Damals trafen sich die Freunde des fernöstlichen Fahrzeugbaus noch in Dortmund, seit 2000 ist das weitläufige Gelände der Dampfbierbrauerei das passende Domizil. Die Wagen und Zweiräder können auf dem großzügigen Gelände gezeigt werden, ihre Fahrer und die Besucher können bei einer guten Currywurst und dem kleinen Bier Benzin reden - so, wie es sich auf einem Oldtimer-Treffen gehört.

Bei den Motorrädern reichte das Spektrum von einer Honda Dax bis zur Sechszylinder-CBX, bei den Automobilen von dem winzigen Honda N360 bis zum Sportler Datsun 280 Z. Ein Gruppe 1-Mitsubishi Starion und ein mächtig kotflügelverbreiterter Mazda RX7 erinnerten an die jahrelange Rallye-Überlegenheit der Japaner. Viele Fahrzeuge sind in Deutschland unbekannt, weil sie nie offiziell angeboten wurden. Wie etwa die beiden Suzuki Cappuccino, mit denen zwei Franzosen angereist waren.

Fahrzeuge finden kaum Liebhaber

Aber auch die Fahrzeuge, die einst in Deutschland verkauft wurden, sind äußerst selten. Sie fanden und finden kaum Liebhaber, da sie nicht die Bedeutung und das Image haben, welches sie als Sammlerstücke empfehlen würde.

Ein paar Japan-Klassiker sind schon jetzt Sammlerstücke

Natürlich gibt es da auch Ausnahmen. So sind mittlerweile die Z-Modelle von Datsun (Nissan), die ersten Toyota Celica oder einige Wankel-Mazdas in der Szene akzeptiert und gewinnen immer mehr Anhänger. "Die Youngtimer- und Oldtimer-Szene rund um die japanischen Fahrzeuge wächst", meint auch Uwe Wybiralla. Im nächsten Jahr trifft sie sich wieder in Essen, denn verdient haben sie sich ihr eigenes Treffen allemal. Vielleicht sind sie auch bald bei den etablierten Großveranstaltungen in größerer Zahl vertreten.

Zu den prämierten Fahrzeugen gehörten: Honda S800, Subaru XT, Suzuki Cappuccino, Mazda RX7 Racer, Datsun 240 K GT, Mitsubishi Starion (Gruppe 1), Toyota Hiace, Mazda MX-5, Honda CRX. Bei den zweirädern wurden ausgezeichnet: Kawasaki Z1000, Honda CB 350, Honda SSR 50 Production Racer, Suzuki Katana 1100.

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Kai Klauder

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