Auf der größten europäischen Oldtimer-Rennsportveranstaltung präsentiert Opel in einer Sonderausstellung im Fahrerlager hinter der Boxenanlage alles rund um den GT, der schon bald zum Mythos wurde. So ist der Experimental-GT, der 1965 auf der Frankfurter IAA seine aufsehenerregende Premiere feierte, ebenso zu bestaunen wie eine Aero GT-Studie von 1969 und ein frisch restaurierter Conrero GT, der auf eine erfolgreiche Motorsport-Karriere zurückblicken kann.
Exotische Versionen eines exotischen Autos
Diverse Opel-Clubs aus ganz Europa werden mit einer Vielzahl des raren GT-Modells vertreten sein, doch auch Opel selbst bringt noch einige seltene Schmuckstücke und Unikate aus den Katakomben der historischen Abteilung aus Rüsselsheim mit an den Nürburgring. So sind auch die beiden Rekordfahrzeuge Diesel- und Elektro-GT neben verschiedenen Serienautos mit von der Partie. Etwa der modifizierte Opel GT mit Dieselmotor, der im Juni 1972 auf der Hochgeschwindigkeits-Kreisbahn in Dudenhofen zwei Welt- und 18 internationale Rekorde aufgestellt hatte: Die gestoppte Höchstgeschwindigkeit über die Distanz von 1.000 Metern bei fliegendem Start lag bei 197 km/h - für Diesel-Fahrzeuge damals eine Sensation. Bereits ein Jahr zuvor erreichte die mittels Elektromotor angetriebene Version 188 km/h Spitze und erzielte sechs Weltrekorde.
Vom klassischen Automobil-Altertum bis zur Moderne
Zum besonderen Erlebnis werden die Demonstrationsläufe am Samstag und Sonntag. Der Dachverband der europäischen GT-Clubs hat sich zum Ziel gesetzt, mit 68 GTs an den Start zu gehen. Die Anzahl soll dabei an das Jahr erinnern, in dem der Opel GT auf den Markt kam - 1968 eben. Außerdem sind sportliche Highlights wie Lotus Omega, Omega Evo 500, Ascona 400 und Manta 400 bis hin zum DTM-Omega der einst von Volker Strycek pilotiert wurde, dabei. Auch die Fraktion der Gründerzeit wird gebührend vertreten sein: Der erste von Opel entwickelte Rennwagen von 1903, der Grand-Prix-Rennwagen von 1913 und das grüne Hubraum-"Monster" von 1914 mit 12,3 Liter-Vierzylinder-Motor, 16 Ventilen und 260 PS sowie oben liegender Nockenwelle mit Königswellenantrieb dürfen selbstverständlich nicht fehlen. Fans des legendären Opel-Tuners Steinmetz werden sich am Anblick eines Commodore A GS mit Dreiliter-Motor und 300 PS erfreuen. Zudem kommen einstige Opel-Rennsportgrößen wie Joachim Winkelhock und Stig Blomqvist zu Wort, die Anekdoten aus ihrer langjährigen Karriere zum Besten geben.

