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19. Youngtimer Rallye Köln-Ahrweiler 2012 19 Bilder Zoom

Rallye Köln-Ahrweiler 2012: Berlandy besiegt auf Opel Ascona den Quattro

Die Favoriten Georg Berlandy und Beifahrer Peter Schaaf gewinnen im Opel Ascona A die 19. Youngtimer Rallye Köln-Ahrweiler. Der Weg dahin war ein hochklassiger Rallye-Thriller, zeitweise im strömenden Regen.

Der Berlandy hat wieder gewonnen: Bereits zum achten Mal rollte der groß gewachsene Rallyepilot aus Stromberg als Gesamtsieger über die Zielrampe. Das klingt nach einer langweiligen Fortsetzungsgeschichte. War es aber nicht: Diese Ausgabe der Youngtimer-Rallye im engen Ahrtal und in den unwirtlichen Eifelwäldern war spannender und hochklassiger als alles zuvor: ein Spitzenjahrgang.

Strömender Regen und fünf Bestzeiten für Audi Quattro

Auf der letzten Prüfung hängt der Erfolg von Berlandy und Schaaf im strömenden Regen sogar noch einmal am seidenen Faden. Mit den bereits stark abgenutzten Regenreifen schwimmt der Hecktriebler auf und lässt sich nur mit einer blitzartigen Reaktion auf der Straße halten. Im dunklen Bad Neuenahrer Wald besänftigt sich Berlandy mit einem kurzen Selbstgespräch - und bringt den 250 PS starken Opel Ascona A heil ins Ziel.

Am Abend zuvor hat auf der anderen Seite Ahrtals die Hatz auf Georg Berlandy und Peter Schaaf begonnen. Mit der ersten von insgesamt fünf Bestzeiten übernehmen Anton Werner und Co-Pilot Ralph Edelmann die Führung der Rallye Köln-Ahrweiler. Weit wichtiger aber für die vielen Zuschauer: Werner zündet wieder den fauchenden Fünfzylinder-Turbo seines Audi Quattro, baugleich mit den legendären Werksrallye-Coupés aus Ingolstadt der frühen 1980er Jahre.

Berlandy besiegt Allradler

Mit dem 300 PS starken Allradler sind die Bayern auch am Hauptrallyetag der Rallye Köln-Ahrweiler gleich hellwach und fordern die Favoriten mit der zweiten Bestzeit heraus. Aber in der nächsten Prüfung greift Berlandy an: Auf der mit der mit engen Kurven und einem Schotterabschnitt gespickten Strecke ist er 15,6 Sekunden schneller als Quattro-Pilot Werner und übernimmt die Führung, die er bis ins Ziel nicht abgeben sollte.

Werner behauptet sich auf den insgesamt 14 Wertungsprüfungen mit rund 150 Kilometern gegen Walter Gromöller und Klaus Brökelmann im Opel Ascona 400. Bei einem Unfall in der ersten Prüfung des Tages mit kalten Reifen haben die Westfalen nicht nur Teile der linken Frontpartie sondern auch fast 20 Sekunden eingebüßt. Immerhin kämpfen sie sich noch auf den dritten Platz im Gesamtklassement vor.

Deutscher Meister mit Kämpferherz

Für die Rekord-Rallyemeister Matthias Kahle und Peter Göbel endet die Aufholjagd im Skoda 130 RS auf dem 16. Gesamtplatz und mit dem Klassensieg. Das erfolgsverwöhnte Team ist zum ersten Mal mit dem 134 PS starken tschechischen Hecktriebler am Start. In der ersten Prüfung am Freitag Abend reicht es für den Rallye-David nur zum 56. Gesamtplatz: Damit ist einer der Stars der Youngtimer Rallyes am Haupttag weit hinten im Feld zu finden.

Hauptsache quer

Größter Liebling der Fans bei der Rallye Köln-Ahrweiler ist aber der Holländer Edwin Wolves mit seinem Opel Kadett C Coupé. Der stimmgewaltige Vierzylinder liefert das akustische Vorspiel für verwegene Drifts des Kadett-Treters aus Wierden, ein Ort im Osten der Niederlande. Die Zeiten sind für den Opel-Quertreiber Nebensache - Hauptsache es geht spektakulär um die zahlreichen Kurven. Wolves und sein Co-Pilot Ferdi ter Maat krönen ihre Fahrt mit dem Sieg im Goldcup, der Wertung für Autos, die über klassische Reglement weiterentwickelt worden sind.

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Die ausführliche Reportage von der Rallye Köln-Ahrweiler gibt es in der Youngtimer 1/2013, ab 02. Januar 2012 am Kiosk.

Autor

Foto

Hardy Mutschler

Datum

12. November 2012
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