Zuvor trafen sich um 11.00 Uhr die Teilnehmer im Vallüla-Saal in Partenen zum obligatorischen Fahrerbriefing. Organisationsleiter Harald Koepke und die Chefredakteure von auto motor und sport, Bernd Ostmann, und Motor Klassik, Hans-Jörg Götzl, begrüßten die Teilnehmer. Arno Fricke, Geschäftsführer der Montafon Tourismus GmbH, den Teams viele aufmerksame Blicke für die wundervolle Landschaft des Montafon.
Ein paar Spritzer Montafoner Sonne
"Diese atemberaubende Naturkulisse sollten Sie unbedingt genießen. Die Wetterprognose für die nächsten drei Tage sagt leichte Quellwolkenbildung, lange Sonnenstunden und ein paar Spritzer Montafoner Sonne voraus." So umschreibt man hier alles Nasse von oben - vom leichten Tröpchenregen bis zum kapitalen Wolkenguss.
Nach dem Briefing blieb den Teams noch etwas Zeit, die bereitgestellte Bordverpflegung zu verstauen und sich mit den anderen Fahrern und Co-Piloten auszutauschen. Um 12.01 Uhr fiel dann der Startschuss für die erste Etappe. Startnummer 1, ein Duesenberg A Tourer, rollte von der Startrampe. Ihm folgten noch 18 weitere sportliche Vorkriegswagen. Im Abstand von 30 Sekunden fiel die Startflagge. Diese Zeit nutzten die Streckensprecher für kleine Anekdoten rund um die Oldtimer, die den zahlreichen Zuschauer einen Einblick in die Automobilhistorie gaben.
Als dann nach den 152 Oldtimern die rund 30 Elektroautos auf die Startrampe und die Rallyestrecke rollten, erschraken sich einige Zuschauer. Kein Wunder, waren doch nach den meist laut röhrenden Oldies die Trommelfelle nicht mehr für das leichte Abrollgeräusch der Reifen gepolt. Fast völlig lautlos beschleunigen die E-Autos wie am Gummiband. Das schnellste E-Auto im Feld, ein Tesla Roadster etwa in unter vier Sekunden auf Tempo 100.
Traumstraßen und hunderte Zuschauer
Die erste Etappe stellt eine Besonderheit der Silvretta Classic dar, denn beide Rallyes – Silvretta Classic und Silvretta E-Auto - fuhren die gleiche Strecke von 102 Kilometern, die Silvretta-Hochalpenstraßen-Etappe. Von Partenen aus ging es hoch zur Bieler Höhe, nach Galtür und Ischgl und zurück über St. Gallenkirch und Latschau nach Schruns. Hier rollten die Fahrzeuge nach rund zweieinhalb Stunden Fahrzeit über die Ziellinie.
Im Ziel gab es für die Teams eine Spezialität von Schruns, eine Flasche Enzian, als Präsent. Mehrere hundert Zuschauer konnten die Oldtimer genau unter die Lupe nehmen und die prominenten Teilnehmer ausfragen.
Die Teilnehmer waren im Ziel schon von dem ersten Highlight der Silvretta Classic begeistert. Michael Bock, Leiter von Mercedes-Benz Classic, freute sich nach den ersten 102 Kilometern der Silvretta Classic: "Die Strecke war abwechslungsreich und schön - und die paar Tropfen Regen sind für uns eher erfrischend. Denn in unserem Kompressor-SSK wird‘s ganz schnell heiß."

