Rallye-Chef Koepke hat sich zur Unterstützung einen echten Rallye-Weltmeister ausgewählt: Christian Geistdörfer, als Co-Pilot von Walter Röhrl zweimaliger Rallye-Weltmeister und vierfac her Monte Carl-Sieger, gibt einen kleinen Einblick in sein Motorsport-Wissen und erklärt den Teilnehmern des Lehrgangs unter anderem was ein Roadbook ist, was man unter Chinesen-Zeichen versteht und warum die Bordkarte so wichtig ist.
Das eingespielte Team Koepke/ Geistdörfer vermittelt in etwa einer Stunde das Wissen, das für eine Gleichmäßigkeits-Rallye wie die Silvretta Classic nötig ist. Begriffe wie Stempelkarte, Durchgangs- und Zeitkontrolle, Wertungsprüfung, straffreies Abwarten, Veranstalterzeit, Sanduhr-Klasse, Doppel-Kurz-Kurz und Dreifach-Hintereinander, Schlauch- und Lichtschrankenprüfungen werden dabei thematisiert - die Teilnehmer gingen mit zum Teil rauchenden Köpfen aus dem Lehrgang.
Doch zum Glück konnten sie das Gelernte gleich unter fachkundiger Anleitung auf einem abgesperrten großen Parkplatz üben. In Schruns waren zwei Beispiele für eine Wertungsprüfung aufgebaut, einer mit Schlauchmessung und einer mit Lichtschrankenmessung. Nun gilt es, die richtige Taste auf der Stoppuhr zu drücken, die Sekunden rückwärts abzuzählen, um dann entweder zu fluchen oder sich zu freuen. Die Novizen tasteten sich an die vorgegebene Zeit heran, schon nach wenigen Runden gab es die ersten, die auf das Hundertstel genau die Zeit trafen.
So gerüstet geht es am folgenden Tag zum Start der ersten Etappe, die über 102 Kilometer von Partenen über Galtür und die Bieler Höhe nach Schruns führt. Und eine Bitte von Rallye-Crack Christian Geistdörfer sollten alle Teilnehmer beherzigen, nicht nur die Novizen: "Die Silvretta Classic ist ein so wunderbares Erlebnis, da sollte man es nicht zu verbissen sehen. Ich hoffe, ich blicke an den drei Tagen nur in lachende Gesichter."

