Die Türen des Käfers entpuppen sich als Puzzle
So konnten Anbauteile wie Türen und Klappen mit frisch polierten Griffen und Zierleisten "verschönert" werden. Die Stoßstangen bekamen neue Blinker und erstrahlten kurz darauf in neuem Glanz. Besonders die Montage der beiden Türen zog sich noch eine Weile hin, da es teilweise leider nicht mehr so ganz klar war, welche Teile wohin gehörten. "Irgendein Teil blieb immer übrig; die Türen mussten teilweise sogar dreimal auseinander- und wieder zusammengebaut werden, weil sich zum Beispiel ein Fenster plötzlich nicht mehr aufkurbeln ließ", meint Anna-Katharina Zobel. Die Dichtungen mussten mühselig eingeklebt und die Türfolie aufwendig verklebt werden.
Präsentation des Projekts beim Girl's Day
Zwischendurch stand auch mal wieder eine außerplanmäßige Präsentation des Projektes auf dem Programm. Zum Girl's Day waren interessierte Mädchen an der FH Kiel unterwegs. Diesen haben die Projektteilnehmerinnen das Projekt natürlich gerne vorgestellt, um die Begeisterung für Technik auch beim Nachwuchs zu wecken.
Als der mit neuem Himmel ausgestattete Käfer zurück in der Maschinenhalle war, sollten nun zunächst alle äußeren Anbauteile montiert werden. Die Lackiererei Vanini hatte das Team nämlich gebeten, den Käfer bei ihrem Firmenjubiläum auszustellen. Die Ingenieurinnen freuten sich sehr über das Interesse. Es hieß also: Arme hochkrempeln und reinhauen!
Die erste größere Aktion war der Einbau der Fenster. "Es war mal wieder erschreckend, mit welchem Zeitaufwand das verbunden war, denn alleine das Einziehen der Zierleisten in die Fensterdichtungen erforderte viel Feinmotorik. Das raubte einigen von uns fast den letzten Nerv!", sagt Sandra Stoffregen. Die fertigen Dichtungen wurden dann über die Fenster gezogen und konnten nun eingebaut werden. Zum Glück war das ganze Team dabei, denn es wurde jede Hand zum Andrücken gebraucht. Obwohl manchmal mehrere Anläufe nötig waren, saßen die Fenster später bombenfest "Nach jedem eingebauten Fenster gab es einen kleinen Jubelschrei", erinnert sich Franziska Theis.
Nachtschichten gehörten zum Standard
Es folgte die Montage der Türen, Klappen und Kotflügel. "Die Türen hingen schief, die Gewindebohrungen für die Kotflügelschrauben mussten teilweise erst von Lackresten befreit werden, für die Klappen fehlte hier und da mal eine spezielle Schraube", erzählt Anna-Katharina Zobel. So stand das Team den einen oder anderen Tag mal bis zum späten Abend in der Maschinenhalle. Doch gerade nach der Montage der großen Anbauteile war die Begeisterung der Studentinnen besonders groß, denn der Käfer hatte endlich wieder Form angenommen.
Als nächstes heißt es nun, das Innenleben wieder zu erneuern, darunter fällt zum Beispiel das Einkleben des Teppich und natürlich der Einbau der erneuerten Sitze. Es geht in die letzte Runde!





