DrivIng - Käfer 82 - Restaurierung eines Mexiko-Käfer, Teil 3
Teil 3: Die Scheidung steht bevor
Frauen und Technik - geht nicht? Geht doch. Mehrere Studentinnen des Fachbereichs Maschinenwesen der FH Kiel restaurieren einen VW Käfer Mexico, Baujahr 82. Motor-Klassik.de begleitet sie dabei. Teil 3: Die Scheidung.
Im dritten Teil unserer Serie dreht sich alles um die Scheidung. Dabei trennten die angehenden Ingenieurinnen die Karosserie des VW Käfers vom Unterboden. Rätselraten um das Gewicht der Karosserie des VW Käfers
Zunächst wurde der Kran in Position gefahren und die Gurte zur Sicherheit mit Hilfe von Schaumstoff an der Karosserie befestigt. Hört sich leicht an, war es für die Damen aber nicht, denn die Karosserie war mit vielen Schrauben am Unterboden befestigt. Zudem passte die Nuss wegen des Unterbodenschutzes nicht über die Schraubenköpfe. In Folge dessen musste der gesamte Unterbodenschutz erst abgekratzt werden. Eine sehr dreckige Angelegenheit, die die Frauen einige Zeit und Nerven gekostet hat. Doch die Arbeit hat sich gelohnt und die Karosserie wurde vom Unterboden getrennt. Danach schnappte sich jede der Damen zur Sicherheit eine Ecke, um die Karosserie ganz sanft auf dem Trailer abzulegen.
"Das Bild war faszinierend, der Unterboden lag so nackt auf der Hebebühne und die Karosserie schwebte durch die Maschinenhalle", erinnert sich Anna-Katharina Zobel. "Schließlich haben wir uns auch gefragt, was denn so eine Käferkarosserie wiegt? Jeder hat einen Tipp abgegeben und das Ergebnis war doch erstaunlich. Die Tipps lagen zwischen 200 kg und 300 kg. Durch die Schwerpunktbestimmung hatten wir zuvor rausgefunden, dass der ganze Käfer um die 900 kg wiegt. Tja, und die Karosserie wiegt gerade mal 150 kg, ziemlich wenig, wie jeder fand."
Den Unterboden haben die Mädels selbst sandgestrahlt
Im nächsten Schritt wurde der Käfer sandgestrahlt. Zuvor machten die Mädels zum Abschied ein paar Fotos, denn sie wussten ja nicht, wie er nach dem Sandstrahlen aussehen würde. "Nicht das wir noch einen Schweizer Käse wiederbekommen hätten", scherzt Anna-Katharina Zobel. Nach wenigen Tagen konnte die Karosserie wieder abgeholt werden.
Den Unterboden nahmen sich Franziska Theis, Sandra Stoffregen und Bianca Stich nach einer kurzen Einweisung selbst vor. Nach einem Tag war der Unterboden fertig sandgestrahlt. Allerdings waren die Mädels wortwörtlich überwältigt, wie viel Druck auf dem Sandstrahlgerät war und kippten beinahe hinten über. Doch kein Grund aufzugeben, die Grundierung wartete bereits.Präsentation des Projekts bei der Kieler Museumsnacht
Bei der Kieler Museumsnacht wurde das Projekt schließlich der Öffentlichkeit präsentiert. Neben Infomaterial wie Fotos und Flyern passte selbst das Styling mit Blumen im Haar und farblich passendem Nagellack zur Präsentation. Der Lohn für die Arbeit waren bereitwillige Spender, so dass etwas Geld in die Kasse floss.
Das wurde natürlich wieder in den Käfer gesteckt. Wie genau, erfahren Sie in unserer nächsten Folge, in der die Mädels den Käfer lackieren.
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Autor: Bianca Leppert/DrivIng
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