Gewiss, es gab und gibt auch andere Langstreckenrennen auf diesem Planeten - die 12 Stunden von Sebring beispielsweise oder die 24 Stunden in Daytona. Und am Nürburgring war man einst beim legendären Marathon de la Route stolze 96 Stunden am Stück unterwegs.
77 Mal 24 Stunden von Le Mans
Das alles ändert aber nichts daran, dass der Langstreckenklassiker schlechthin seit 1923 im französischen Le Mans am Flüsschen Sarthe ausgetragen wird; im Juni 2009 ging die 77. Ausgabe mit einem Sieg des Peugeot 908 HDI über die Bühne.
Der Mythos der 24 heures du Mans ist einzigartig. Das liegt an der gut 13 km langen Strecke mit dieser sechs Kilometer langen Geraden namens Hunaudières, die sonst als normale Landstraße dient, und an den vielen Geschichten: Die vom White House Corner Crash etwa, als 1927 sieben Autos ineinanderkrachten, oder die Schlachten zwischen Ferrari und Ford und Ferrari und Porsche. Und natürlich am 917, der auf der Hunaudières mit 386 km/h gemessen wurde, wobei "der Fahrer fürchterlich die Arschbacken zusammenkneifen musste", wie Porsche-Museumschef Klaus Bischof erzählt.
Diesen Mythos Le Mans also feiert das Prototyp-Museum mit einer sehenswerten Ausstellung mehrerer Fahrzeuge - unter anderem Bentley 4,5 Liter, Alfa Romeo 8C 2300 LM, Deutsch Bonnett DB 2 von 1938, Jaguar D-Type, Mercedes-Benz 300 SL (W194), Ford GT 40 und Audi-Prototypen - mit Fotografien von Wieselmann, Schlegelmilch und Orel sowie unveröffentlichten Aufnahmen aus dem Kultfilm Le Mans.
Die Ausstellung in der Shanghaiallee 7 ist Dienstag bis Sonntag von zehn bis 18 Uhr geöffnet, Details unter www.prototyp-hamburg.de





