Das 2007 verstorbene Oberhaupt der Grimaldi-Familie sammelte im Laufe von mehr als drei Jahrzehnten über 100 Fahrzeuge. Einen Teil davon lässt sein Sohn Albert II am 26. Juli versteigern. Alle 38 angebotenen Fahrzeuge werden mit monegassischen Papieren und ohne Mindestgebot verkauft. Die Estimates belaufen sich insgesamt auf 416.000 bis 626.000 Euro.
Idealer Kleinstwagen für den Stadtstaat-VerkehrInteressant ist bei der Sammlung die große Bandbreite; es finden sich royale Limousinen wie ein Bentley S1, aber auch Militärfahrzeuge, Vorkriegsautos sowie Klein- und Kleinstwagen. Gleich das erste Lot ist ein mit Abarth-Bauteilen frisierter 1965er Fiat 500 (Estimate 6.000 bis 10.000 Euro). Mit seinen Abmessungen ist das Auto ideal für die beengten Parkverhältnisse in Monaco.
Sein Vorgänger, der Fiat Topolino, wurde als Simca 5 in Lizenz gebaut. Ein 1939er Exemplar dieser seltenen Lizenzversion trägt bei der Auktion die Lot-Nummer 12 und soll zwischen 8.000 und 12.000 Euro erzielen. Mit dem 1968er NSU Sport Prinz Coupé ist ein weiterer Kleinwagen im Angebot. Für das von Bertone gezeichnete Coupé mit Wankelmotor wird ein Estimate von 8.000 bis 12.000 Euro angegeben.
US-Cars mit Sechszylinder, 126er-Coupé mit Fünfliter-V8Bei der Auktion kommen am 26. Juli auch zwei US-Klassiker unter den Hammer. Lot 2 ist ein Dodge Dart von 1964, Lot 3 ein 1973er Chevrolet Camaro. Das Grimaldi-Oberhaupt gab sich bei der Wahl des Antriebs allerdings genügsam: Beide Fahrzeugen werden von den Einstiegs-Reihensechszylindern angetrieben.
Ganz anders sieht es da bei dem Mercedes-Coupé der Baureihe 126 aus. Der 500 SEC war lange Zeit das schnellste Coupé der Stuttgarter, bis die 5,6-Liter-Version nachgeschoben wurde. Fürst Rainier III bestellte den Wagen mit einem Spoiler-Paket, Sportlenkrad von AMG und blauer Lederausstattung. Das Coupé soll erst 84088 Kilometer gelaufen sein. Der Käufer erhält mit dem Mercedes 500 SEC die beiden zum AMG-Paket gehörenden elektrisch verstellbaren Recaro-Sitze. Das Estimate beträgt 15.000 bis 25.000 Euro.
19 Vorkriegswagen vom Grimaldi-Fürsten
Rainier hatte offensichtlich eine Vorliebe für Vorkriegsfahrzeuge, 19 davon werden nun verkauft. Das älteste Modell ist dabei ein Berliet C2 Doppel-Phaeton aus dem Jahr 1907, der von einem 3,7-Liter-Vierzylinder mit rund 20 PS angetrieben wird. Das Estimate ist mit 20.000 bis 30.000 Euro angegeben.
Zu den teuersten Automobilen der Auktion gehören zwei Panhard & Levassor. Lot 29 ist ein X19 Roadster von 1913, der sich in einem sehr guten Zustand befinden soll. Mit Lot 30 folgt ein 1924er Panhard & Levassor X47 mit einer Karosserie von Weymann. Beide Fahrzeuge sollen zwischen 25.000 und 35.000 Euro erzielen.
Rainiers Vorliebe für US-Militärfahrzeuge
Fürst Rainier soll ein Liebhaber von Militärfahrzeugen gewesen sein. In seiner Sammlung befinden sich einige Army-Jeeps, drei Dodge- und ein GMC-Militärtruck werden am 26. Juli versteigert. Alle vier Fahrzeuge wurden in den Achtziger-Jahren restauriert. Die drei Dodge - ein WC62 mit drei angetriebenen Achsen, ein WC 51 sowie ein "Command-Car" - stammen aus dem Jahr 1942. Ein Jahr jünger ist der GMC CCKW 3A1 6x6 Pritschenwagen.
Alle Lots der Auktion sind in unserer Fotoshow zu finden.
Auktionsdaten
- Veranstaltungszeit:26. Juli 2012, ab 17.00 Uhr
- Veranstaltungsort: Terrasses de Fontvieille, MC-98000 Monaco
- Eine Besichtigung der Fahrzeuge ist vom 24. bis 26. Juli zwischen 10.00 und 19.00 Uhr möglich.









