Die Gemeinde Tröllhättan und die Provinz Västra Götaland bildet mit der Saab AB und der "Marcus und Amalia Wallenberg Stiftung" eine Bietergemeinschaft und übernimmt mit einem Gebot von 28 Millionen Schwedischen Kronen (rund 3,18 Millionen Euro) den gesamten Fahrzeugbestand des Saab-Museums in Tröllhättan.
Mehr als 500 Gebote gingen ein
Damit haben sich die Befürchtungen glücklicherweise nicht bestätigt, dass die Exponate meistbietend verkauft werden und in die ganze Welt verstreut werden. Insgesamt waren in der schnell anberaumten Versteigerung, bei der zwischen Ankündigung und letzter Bieterfrist nur ein Woche lagen, mehr als 500 Gebote eingegangen. Das nun erfolgreiche Gebot soll nicht das in Summe höchste gewesen sein, doch die herausragende historische Bedeutung des Museums führte offenbar zur dieser Entscheidung und dem Zuschlag.
Stadt, Saab AB und Wallenberg-Stiftung kaufen das Saab-Museum
Das Saab-Museum ist für die Provinz Västra Götaland und die Stadt Tröllhättan ein starker Touristenmagnet. Die Stadt Tröllhättan hatte auch schon im Laufe der Versteigerungsverfahrens ihre Hilfe signalisiert. Mit Saab AB ist der von der insolventen Automobilbereich schon seit mehr als 20 Jahren unabhängige Rüstungs- und Flugzeugkonzern ebenso an der Rettung beteiligt wie der Dritte im Bunde: Die "Marcus und Amalia Wallenberg Stiftung". Die Familie Wallenberg gilt als die wohlhabendste Familie Schwedens, die an zahlreichen Industrieunternehmen beteiligt ist.
Der Staat wird sich nach jüngsten Meldungen weiterhin nicht an der Rettung der insolventen Saab Automobil AB und auch nicht an der Rettung des Museums beteiligen.
Es gab weltweit Initiativen, das Saab-Museum in Tröllhättan zu erhalten, unter anderem bot ein schwedischer Saab-Club an, den Betrieb des Saab-Museums durch ehrenamtliche Helfer zu unterstützen.
Weitere Informationen rund um Saab und die aktuelle Entwicklung halten auch die Saab-Freunde vom 1. Deutschen Saab-Club e.V. auf ihrer Internetseite bereit.





