Classic Days Schloss Dyck 2010: Die Preisträger des Concours d'Elegance

Mercedes-Flügeltürer in Originalzustand

Bei den Classic Days Schloss Dyck trägt der Concours d'Elegance den passenden Namen "Jewels in the Park". Jetzt liegen die Endergebnisse des Concours d'Elegance der Classic Days Schloss Dyck vor. Gewinner sind meist perfekt restaurierte Hochpreisklassiker. Doch die Kategorie True Sleeping Beauties prämierte auch Autos, die stolz ihr Patina tragen dürfen.

Mit dem Titel Best of Show und damit als Gesamtsieger fuhr Peter Heydon aus Arbor, Michigan/USA, mit seinem Duesenberg Model X Boat Roadster von 1927 nach Hause. Er errang einen Doppelsieg, da er zugleich noch die FIVA C-Klasse der Vintage-Cars (1919 bis 1930) gewann. Vielleicht wurde der schöne Roadster auch direkt in einen Container verladen, um rechtzeitig beim Concours d'Elegance von Pebble Beach den Juroren schöne Augen zu machen.

Die Vorkriegsklassiker FIVA C Vintage (1919 bis 1930)

In der Klasse FIVA C Vintage (1919 bis 1939) belegen der Isotta Fraschini von Michiel Bakker und der 1927er OM 665 Superba Mille Miglia von Albert Wetz die Plätze zwei und drei. Bei dem FIVA D Post Vintage (1931 bis 1945) liegt der 1935er Jaguar SS1 Four Light Saloon von Andre Wallimann ganz vorne, dahinter finden sich der Horch 853 A aus dem Jahr 1937 von Hans Joachim Seidel und ein Lagonda LG 45 DHC von 1936 aus dem Besitz von Alfred Dalpke.

Nachkriegsautos: FIVA E Post War (1946 bis 1960)

Die drei Platzierten in der Nachkriegsklasse sind drei der exklusivsten Fahrzeuge der damaligen Zeit: Auf dem Treppchen ganz oben landete der Maserati A6 G 2000 Coupé Allemano Speciale von Marcel Lammeree aus dem Jahr 1956. Zweiter wurde Bernhard Jaeggy mit seinem 1948er Delahaye 135 M, gefolgt von Hans-Jürgen Döhren mit einem Alfa Romeo 1900 C Pinin Farina Coupé von 1953.

Die Sechzigerjahre: FIVA F Internationalität (1961 bis 1970)

Die jüngsten Fahrzeuge werden in der FIVA F-Kategorie bewertet. Am meisten konnte hier der 1966er Lancia Flaminia 3C Supersport von Werner Zücker die Juroren überzeugen. Das elegante Citroen DS221 Cabriolet usine aus dem Jahr 1969 von Ludwig Callens wurde Zweiter vor Holger Diederichs Mercedes 300 Cabriolet von 1961.

Schlafende Schönheit - Flügeltürer-SL gewinnt

Einen unrestaurierten Mercedes-Benz 300 SL zu finden, gleicht der berühmten Suche nach der Blauen Mauritius. Bennie Valkenburg aus Belgien wurde in der Schweiz fündig und beließ dem Traumwagen seine wohlverdiente Patina. Das 1955er Exemplar in der ungewöhnlichen grünen Lackierung überzeugte Besucher wie Juroren. Verdient hat er für seine Entscheidung den ersten Preis in der Kategorie True Sleeping Beauties errungen. Auf dem zweiten Platz landete Jochen Niemeyer mit seinem Alvis Firefly 12 Sports 4-Seater von 1932.

Einzelstücke und Prototypen

Der Fiat 8V (Otto Vu) 80 Supersonic aus dem Jahr 1954 von Filip van de Kerkhoue gewann die Klasse der Einzelstücke und Prototypen vor zwei Fahrzeugen aus der Lopresto-Sammlung: Auf Rang zwei liegt der Alfa Romeo Bertone Giulietta Spider, dahinter findet sich das Alfa Romeo 6 C 2500 Castagna Coupé mit V12-Motor.

Zahlreiche Sonderpreise

Bei dem Concours d'Elegance der Classic Days Schloss Dyck wurden insgesamt zwölf Sonderpreise verliehen. Den wichtigen Publikumspreis durfte Rene Gerum mit seinem 1929er Mercedes-Benz 710 SS Saoutchik mit nach Hause nehmen, den Preis für die beste Ingenieursleistung holte der Minerva AC 30 HP aus dem Jahr 1925. Besitzer Ernest van Arendonk darf sich freuen. Besonders gut gefallen hat der Jury der 1939er Bugatti 57C Aravis Letourneur & Marchand Von Albert LeMaire. Lancia - die Marke der Ingenieure - räumt bei dem Preis für das spannendste Fahrzeugkonzept ab: Der Lancia Flaminia 3 C Supersport von Werner Zücker aus dem Jahr 1966 macht dem Firmengründer Vincenzo Lancia alle Ehre.
 
Von den bentley-Boys freute sich einer ganz besonders: Arjen Geinaert gewann mit seinem 1923er 3 Litre den Sonderpreis Bentley. Der Award für die Markengeschichte ging an Thomas Schalbergers Peugeot 402 L von 1938, der Preis des Classic Days e.V. Vorkrieg an Philippe Thirys Rolls-Royce Phantom II von 1935. Die Trophy of Internationality durfte Alfred Bauer mit seinem Alfa Romeo 6C 2500 SS Touring Berlinetta nach Hause transportieren, während der Sonderpreis Mercedes-Benz in dem 300 SL von Jan Heitmüller seine Reise antrat.
 
Der geschwungene Delahaye 135 M Coupé 3 Le Belle Carosserie von 1950 bescherte seinem Besitzer Henny Kennis den Award für das Automobildesign. Der Ehrenpreis des Landrats wurde hingegen an den Skoda Sagitta von 1936 verliehen. Der letzte Preis schließlich ist der Ehrenpreis Alfa Romeo, der ebenfalls in die Sammlung von Corrado Lopresto verliehen wurde. Der Alfa Romeo 6C 2500 Castagna Coupé V12 wurde damit zum zweiten Mal nach dem dritten Platz der Einzelstücke und Prototypen prämiert.

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kkl

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