Das Audi Museum in Ingolstadt darf sich über einen sehenswerten Neuzugang freuen. Der DKW GT Malzoni, ein reinrassiges Sportcoupé aus Brasilien, wird vom 17. bis 30. November im Audi Museum mobile präsentiert.
Insgesamt wurden nur 35 Stück des DKW GT Malzoni gebaut. Und das von Hand und auch für die Rennstrecke. Das 60 PS starke Exemplar, das bei Audi stehen wird, stammt aus dem Jahr 1965 und hat einen Zweitakter-Dreizylinder unter der Haube.
DKW · Malzoni · GT · Auto Union
Der DKW GT Malzoni ist für viele DKW-Liebhaber eine echte Rarität, die zu den Schmuckstücken brasilianischer Autosammlungen gehört und extrem teuer ist. Das hat auch seinen Grund. Die Geschichte des DKW GT Malzoni geht in das Jahr 1962 zurück, als sich Genaro "Rino" Malzoni, Sohn eines reichen Landwirts im Hinterland von Sao Paulo, sein eigenes Coupé bauen wollte, um damit die Damenwelt zu beeindrucken.
Der DKW GT Malzoni war auch auf der Rennstrecke erfolgreich
Die Karosserie besteht aus Kunststoff und macht den Sportwagen besonders leicht. Das weckte auch das Interesse des brasilianischen Lizenznehmers der damaligen Auto Union - der DKW Vemag in Sao Paulo. Es dauerte nicht lange und der DKW GT Malzoni machte auch die Rennstrecken mit Erfolg unsicher. Vemag-Tuner steigerten die Leistung und brachten ihn damals dazu, die 200 km/h Marke zu knacken. Das Highlight war aber schließlich die Führung beim Mil Milhas Rennen von Interlagos im Jahr 1966. Nur wegen eines technischen Defekts sprang lediglich der dritte Platz heraus. Pilotiert wurde der DKW von Jan Balder und Emerson Fittipaldi.
Nach einer langen Restaurierungsphase in Brasilien ist das Exemplar in Ingolstadt der einzige DKW GT Malzoni in Europa.
Autor: Bianca Leppert
Im Jahre 1.966 wurde der GT Malzoni etwas geändert, und bekamm ein neuer Name: Puma (auf Portugiesisch, eine Art Wildkatze). Der Puma DKW wurde nur im Jahre 1.967 hergestellt, da, auch im Jahre 1.967, Volkswagen do Brasil die Firma Vemag (hersteller von DKW Fahrzeuge) gekauft hat. Nachdem es deswegen keine DKW 2-Takt Motoren mehr hergestellt wurden, bekam der Puma ein neues Motor, und zwar den 1.5 luftgekühlten Boxer-Motor von VW. Dafür musste die Karroserie etwas geändert werden, das heisst dass er ein bischen anders aussah als sein "Vater" Puma DKW. Diese VW-Pumas wurden, mit wichtige änderungen noch bis 1.981 hergestellt.
Im Site http://www.pumaclassic.com.br/2009/08/noite-puma-o-desfile.html können Sie verschiedene Bilder mit eine grosse Menge Malzonis und Pumas sehen. Leider ist alles auf Portugiesich, aber die Bilder lohnen sich einen Besuch!
The drivers in the Mil Milhas de Interlagos in 1966 were Jan Balder and Emerson Fittipaldi. Please, correct the article giving credit to the world champion two times.
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