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Rennfahrer-Legende auf Retro Classics 2013: Le Mans-Sieger besucht Motor Klassik

Am Samstag, den 9. März, ist Hans Herrmann Gast von Motor Klassik auf der Retro Classics in Stuttgart. Ab 14 Uhr stellt sich der Le Mans-Sieger von 1970 auf dem Stand in Halle 3 den Fragen von Motor Klassik Chefredakteur Hans-Jörg Götzl.

Erst vor wenigen Tagen vollendete der gebürtige Stuttgarter, der Anfang 1952 auf einem privaten Porsche 356 1500 seine Karriere begann, sein 85. Lebensjahr. Herrmann begann mit Bergrennen, Rallyes und Zuverlässigkeitsfahrten und krönte seine Anjangszeit vor 60 Jahren mit einem fünften Gesamtplatz bei der Rallye Lyon-Charbonnieres: Das weckte damit die Aufmerksamkeit des damaligen Porsche-Rennleiters Huschke von Hanstein.

"Hans im Glück" fährt für Mercedes-Werksmannschaft

Das noch im gleichen Jahr daraus resultierende Engagement in der Porsche Werksmannschaft mündete direkt in einem ersten Platz bei den 24 Stunden von Le Mans. Zusammen mit Helmut Glöckner gewann er die 1,5-Liter-Hubraumklasse im Porsche 550 Spyder.

Im Alter von 26 Jahren wurde "Hans im Glück" dann in die Werksmannschaft von Mercedes-Benz berufen. Die Gründe für jenen späteren Spitznamen lieferten verschiedene spektakuläre, teils tragische Unfälle, in die der junge Schwabe verwickelt war. Allerdings verliefen diese nicht immer glücklich für ihn.

Beispielsweise der Unfall im Jahr 1955 im Training zum Grand Prix von Monaco. Wegen eines blockierten Rads seines Mercedes-Formel-1-Wagens krachte Hans Herrmann bei der Anfahrt zur Casino-Kurve in eine Balustrade. Die Folge: Ein gebrochener Hüftknochen und ein angebrochenes Steiß- und Kreuzbein.

Nachdem er sich erholt hatte, konnte er bei Daimler-Benz nicht mehr fahren und steuerte somit in der Formel 1 einen Maserati und einen BRM, und war als Werksfahrer für Borgward aktiv. 1959 kehrte er schließlich zurück in die Porsche Werksmannschaft, wo er mit Modellen des Porsche 718 den Gesamtsieg bei der Targa Florio und in der Formel 2 errang.

11. Le Mans-Start führt zum ersten Sieg

Nach einem Gastspiel im Rennstall von Carlo Abarth krönte der mittlerweile 42-jährige bei seiner erneuten Rückkehr als Porsche-Werksfahrer seine Karriere: Bei seinem elften Le Mans-Start gelang ihm endlich der Gesamtsieg – es war gleichzeitig der erste für den Zuffenhausener Sportwagenhersteller. Dieser historische Erfolg war für ihn Anlass genug, um sich auf dem Zenit seiner Motorsportkarriere vom aktiven Rennsport zurückzuziehen.

Das hindert ihn aber nicht daran, bis heute an rasanten Oldtimer-Veranstaltungen teilzunehmen. Lieblingsstrecke ist und bleibt die Solitude in der Nähe von Stuttgart, die ihn als Kind schon immer begeisterte. In jüngerer Zeit gelingt es sogar immer wieder, trotz zwischenzeitlicher Sperrung der Strecke durch das Innenministerium, Revival-Veranstaltungen zu organisieren – mit beachtlichem Publikumserfolg. Jedes Mal ist Hans Herrmann aktiv dabei. Sein Haus und sein Autotechnik-Unternehmen liegen schließlich nur einen Katzensprung von seiner Strecke entfernt.

Wenn er über die ehemalige Rennpiste fährt, kommen ihm Erinnerungen: "Besonders das Geschlängel im Mahdental war verflixt schwierig. Die Kurven sehen alle gleich aus, aber jede musste man anders nehmen." Und vielleicht mag er die Strecke ja genau deshalb so gern.

28 Jahre lang war Hans Herrmann, dessen Beliebtheit bei Klassik-Fans ungebrochen ist, im Motorsport aktiv und kann viel darüber erzählen. Genügend Stoff also für ein spannendes Interview auf dem Stand von Motor Klassik bei der Retro Classics 2013.

Autor

,

Foto

Franz Herzog

Datum

4. März 2013
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