In Halle 6 der Retro Classics ist die Fahrzeugverkaufsbörse zu finden. Wir haben eine Runde durch die gut bestückte Halle gedreht und präsentieren hier die Superlative. Das teuerste Angebot, das Fahrzeug mit dem höchsten Kilopreis und das Auto des Retro-Classic-Jahres.
Das Auto des Retro Classic-Jahres 2010: Porsche 911
Was im letzten Jahr der Mercedes-Benz R/C 107 war, ist 2010 der Porsche 911 - das Auto im Überangebot. Mehr als 30 Exemplare des 911er zählt der Besucher, vom 1973er 911 Targa in Lila für 40.500 Euro über einen günstigen 1974er-Modell mit 146.000 Kilometern mit Unterlagen zu Historie, der Neuwagenrechnung und einer Ausstattung mit Klimaanlage und Sportmatic für 16.000 Euro. Einige geschmacklich entglittene Fahrzeuge sind auch dabei. Mehr in unserer Fotoshow.
Der praktischste: Arcomobil auf VW T1-Basis
Auffällig, kultig, selten: Das Arcomobil von 1960, das für 38.500 Euro angeboten wird, ist bestimmt das praktischte Auto in Halle 6. Dank aufstellbarem Dach gibt es genügend Kopffreiheit, das Vordach lädt bei jeder Rast zum Verweilen ein. Und das Beste: Das Arcomobil soll mit seinem 1600er-Boxer erst 120.000 Kilometer hinter sich gebracht haben.
Der höchste Kilopreis: Messerschmitt Tiger für 115.000 Euro
Halle 6 hält wieder einmal einige Überraschungen parat, darunter ein Messerschmitt Tiger in, nun ja, sagen wir mangelhafter Kondition. Zwar könnte der kleine Racker auch unter dem Stempel "Originalzustand" durchgehen, doch etwas macht stutzig. Der Preis. 115.000 Euro steht auf dem Schild, das als Baujahr 1961 angibt. Das sind rund 295 Euro für jedes der 390 Kilogramm des Tg 500. Zuviel. Deutlich zuviel.
Denn das Fahrzeug, stammt aus 5. Hand und auch der Messerschmitt-Unkundige findet einige gravierende Mängel. So ist die Lackierung miserabel, die Nasen des Lackes an den Blinkerausschnitten messen Millimeter, an vielen Stellen ist der Lack eingerissen, der Chromzustand lässt zu wünschen übrig. einzig das Verdeck strahlt wie neu - und passt daher auch kaum zum Gesamtbild. Mehr vom Messerschmitt Tiger sehen Sie in unserer Fotoshow.
Das teuerste Angebot auf dem Privatmarkt: Alfa Romeo 6C 1750 Gran Sport
400.000 Euro - soviel wird für den 1931 Alfa Romeo 6C 1750 Gran Sport aufgerufen. In dem Jahr, in dem die Marke Alfa 100 wird, überrascht kaum der Preis, doch der Ort des Angebots. Da steht eine solche Pretiose mitten zwischen verschraddelten W126-S-Klassen zu völlig überzogenen Preisforderungen, neben Golf I und zig Porsche. Das Auto macht einen guten Eindruck, einzig das frische Leder im innenraum, was sich über Rücksitzlehne spannt, will nicht so recht passen.
die retro classic war für mich als besucher wie immer ein guter saisonauftakt. zum schauen perfekt, zum kaufen zu teuer.
allerdings wundere ich mich jedes jahr über die absolut übrzogenen preisvorstellungen bei den fahrzeugverkäufen, sowohl von privat als auch von händlern oder auktionatoren.
ein gros der fahrzeuge wird teilw. bis zum 2-fachen und mehr des üblichen marktwertes angepriesen.
wer auf solch einer messe ein fahrzeug kauft ist daher selbst schuld.
hallo, weiß jemand, was solch ein Fahrzeug-Standplatz für die Technoclassica in H6 kostet?
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