Techno Classica 2010 - Alfa in Essen: 100 Jahre Alfa - Die Motorsport-Experten
Alfa und der Motorsport - eine traditionsreiche Verbindung, die die Italiener auf der Techno Classica 2010 (7. bis 11. April) in Essen in den Mittelpunkt ihres Messeauftritts stellen.
Ein großes Alfisti-Fest: Alfa Romeo feiert in diesem Jahr 100jähriges Bestehen und sendet automobile Leckerbissen aus dem Bestand des Museo Storico Alfa Romeo in Arese nach Essen. Museums-Direktor Stefano Agazzi hat bereits einige Ausstellungsstücke bekannt gegeben.
Die Rennwagen von Tazio Nuvolari und Juan Manuel Fangio
Ältestes Exponat wird ein Alfa Romeo P2 Gran Premio sein, auf dem der Italiener Gastone Brilli-Peri 1925 die erstmals ausgeschriebene Konstrukteurs-Weltmeisterschaft holte. Das nächste Fahrzeug in Essen ist der Alfa Romeo Gran Premio Tipo B, besser bekannt als "P3", von dem 1932 nur 15 Exemplare gebaut wurden. Mit seinem 215 PS starken, kompressorgelandenen 2,7 Liter Reihenachtzylinder dominierte der Bolide unter Tazio Nuvolari seinerzeit zahlreiche Grand Prix-Rennen. Der Tipo B ist der erste Monoposto (einsitzige Rennwagen) der Automobilgeschichte.
Aus dem Jahr 1953 stammt der Alfa Romeo 6C 3000 CM (Competizione Maggiorata), von dem gerade einmal sechs Exemplare - vier Coupés und zwei Cabriolets - entstanden. Die CM-Version bekam einen von 3,0 auf 3,5-Liter vergrößerten Hubraum spendiert. Juan Manuel Fangio belegte mit einem Coupé 1953 Rang zwei der Mille Miglia. Das Cabriolet, das auf der Techno Classica zu sehen ist, wurde ebenfalls von Fangio zum Erfolg gesteuert. 1953 siegten beide beim ersten Gran Premio Supercorte Maggiore in Meran.
Rekordsieger: Sportwagenmeisterschaft und Deutsche Tourenwagen Meisterschaft für Alfa
Mit dem Alfa Romeo 8C 2900 Le Mans Speziale, einer Einzelanfertigung der Carrozzeria Touring, ging Alfa Romeo 1938 in Le Mans an den Start und sorgte für großes Aufsehen. Der Tipo 159, bereits 1937 als Tipo 158 konzipiert, brachte Alfa Romeo 1950 und 1951 die Weltmeisterschaft der Formel 1. Im Jahr 1950 gewann der Alfa Romeo Tipo 158 jedes zur Fahrerweltmeisterschaft zählenden Grand Prix-Rennen, bei dem er antrat, und bescherte Giuseppe Farina die erste Formel 1 Weltmeisterschaft in der Geschichte des Motorsports.
In Essen wird das Siegerauto von Juan Manuel Fangio (1,5 Liter Hubraum, 8 Zylinder mit Kompressor, 420 PS) von 1951 zu sehen sein. Nur 18 Exemplare des Tipo 33 Stradale wurden bei der Carrozzeria Marazzi gebaut - der 1967 präsentierte Mittelmotor-Sportwagen mit Flügeltüren war nichts anderes als ein für die Straße gebändigter Tipo 33 der Sportwagen-Weltmeisterschaft.
Ebenfalls weltmeisterlich ist der Gruppe-6-Rennwagen Alfa Romeo 33 TT 12, mit dem 1975 die Fahrer Jacques Laffite, Henri Pescarolo, Derek Bell und Jochen Mass sieben Siege in acht Rennen holten. Damit holte der vom Willi Kauhsen Racing Team aus Aachen eingesetzte Rennwagen die Sportwagen-Meisterschaft.
Bereits im ersten Jahr seines Erscheinens in der Deutschen Tourenwagen Meisterschaft, 1993, holte sich der Alfa Romeo 155 DTM mit V6-Motor und Nicola Larini am Steuer den Sieg in dieser Rennserie. Von 22 Rennen entschied der Italiener elf für sich. Neben Larini fuhren auch Alessandro Nannini und Christian Danner den allradgetriebenen Rennwagen.
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