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Lego Auto-Modelle, Ferrari Testarossa 33 Bilder Zoom

Traumwagen aus Lego-Steinen: Stein für Stein zum Traumauto

Stephan Sander ist der "Créateur de Legomobil"; er baut sich seine Traumwagenflotte mit Lego-Steinen auf. 50 Autos hat er schon gebaut - darunter Ferrari Testarossa, Mercedes C111 und DeLorean DMC12.

Zu finden ist sein Traumfuhrpark in einer knapp zehn Quadratmeter großen Autostadt namens Brick Valley auf seinem Dachboden. "Begonnen hatte alles vor etwa 13 Jahren, als ich an einer Tankstelle ein Formel 1-Modell aus Lego entdeckte", erzählt der heute 40-Jährige. Wie fast jeder Junge war er in seiner Kindheit von den kleinen Steinchen aus Dänemark begeistert; auch Autos zauberten ihm stets ein Lächeln ins Gesicht. Der Faible für Autos ist geblieben, die Leidenschaft für Lego konnte seine Jugend allerdings nicht überstehen und entflammte erst wieder, als er den Lego-Renner aus der Tankstelle geschenkt bekam.

Heute zählt sein Fuhrpark rund 50 Modelle. Nachgebaut werden nur Autos, die Stephan auch wirklich mag. Dazu zählen auch Fahrzeuge aus bekannten Film-Klassikern. So parkt zum Beispiel neben einem Modell von einem seiner Lieblingsautos, dem Toyota MR2, der Lego-Nachbau des Ghostbuster-Cadillac. Auch seinen aktuellen Wagen, den VW Scirocco hat der Langenhagener längst in Lego verewigt. Im Moment bastelt er am Subaru WRX-Modell, dem Wagen eines Freundes.

Bis zu 500 Teile stecken in einem Modell

Als Maßstab dient der Original-Maßstab aus dem Legoland (1:20). "Das gibt mir die Möglichkeit der Wiedererkennbarkeit, ohne dass ich eine Unmenge an Teilen verbauen muss", erklärt Stephan Sander. Seine erste eigene Kreation war übrigens der Ferrari Testarossa, den er später auch - inspiriert von dem Video-Spiel Outrun - als Cabrio anfertigte.

Um ein Modell möglichst detailgetreu nachzubauen, lädt der IT-Spezialist Bilder der Autos in allen verfügbaren Ansichten aus dem Internet. "Am besten funktioniert es, wenn ich an technische Zeichnungen herankomme, die ich mir dann maßstabsgetreu ausdrucke" verrät er. Dann heißt es: einfach drauf los bauen, meistens beginnt er mit der Front eines Modells. Anhand der technischen Zeichnungen prüft er, ob er auf dem richtigen Weg ist. Bis zu 20 Stunden baut Stephan an einem Modell. Nach den ersten zehn Stunden ist das Auto meistens schon erkennbar, danach folgt die Detailarbeit. Am Ende stecken bis zu 500 Teile in einem einzelnen Modell.

Alles muss zu 100 Prozent aus Lego sein

Die oberste Regel für Stephan Sander lautet: Jeder Baustein muss aus dem Original-Sortiment von Lego stammen. Umlackieren, absägen oder selbst herstellen zählt nicht. Fehlende Steinchen bezieht er von der US-Internetseite "bricklink.com", einem Marktplatz von und für Lego-Enthusiasten. Wie viel er bereits in sein Hobby investiert hat, will er nicht verraten. Je nach Verfügbarkeit kann es aber schon mal vorkommen, dass ein einzelner Baustein nicht unter einem Euro den Besitzer wechselt. Eines der teureren Modelle dürfte demnach sein rosafarbener Cadillac Eldorado sein. Da Lego Teile in dieser Farbe nur bis Mitte der 1980er Jahre im Sortiment führte sind diese Steinchen eine echte Rarität auf dem Markt.

Seine Modelle präsentiert Stephan auch auf Ausstellungen in Deutschland, England und Dänemark. Zwei bis drei Mal pro Jahr besucht er die Treffen der Lego-Fans. Anfangs reihte er die kleinen Lego-Autos nur nebeneinander auf, merkte aber schnell, dass sie dafür kaum Beachtung bekamen. Ein adäquater Hintergrund musste her. Die Idee seiner kleinen Legostadt "Brick-Valley" war geboren.

Keine bevorzugte Behandlung für Hardcore-Fans

Mittlerweile hat Stephan Sander sogar gute Kontakte zu Lego aufgebaut. Zwar unterstützen ihn die Dänen nicht mit exklusiven Teilen oder Rabatten, gaben ihm aber die Möglichkeit ein Set mit zu designen. Für kurze Zeit waren seine Custom-Cars im Online-Shop von Lego erhältlich.

Wer mehr über die Lego-Leidenschaft von Stephan Sander erfahren will, kann ihn auf seiner Webseite www.x-brick.de besuchen. Für unsere Fotoshow stellte er einige exklusive Bilder seiner Lego-Modelle bereit. Einfach mal durchklicken!

Thomas Gerhardt

Foto

Stephan Sander
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