Der Marktplatz ist schon am Freitag gut zur Hälfte gefüllt. Es stehen Mercedes neben Fiat, Ferrari neben Renault und Citroen neben BMW. Für jeden ist etwas Passendes dabei - für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel.
Sternträger haben freie Auswahl
Vom seltenen 200 D-Kombi (W110) in Scheunenfund-Zustand bis zum Toprestaurierten 300 SL Roadster ist alles dabei. Besonders gut vertreten sind die Schwellen-Sternträger vom Schlag eines W 123 und W 124, die ihren Status vom Alltagsauto hin zum Liebhaberobjekt und gefragten Youngtimer ändern. Besonders ins Auge sticht ein 123er mit 2,3-Liter-Vergasermotor von 1979, der einen auffälligen Apricot-Farbton trägt. Nur 34.000 Kilometer soll das Coupé gelaufen sein. Die Preisvorstellung liegt bei 8.999 Euro. Wer rund 500 Euro mehr ausgeben möchte, könnte mit dem Besitzer des 123ers in Langversion ins Geschäft kommen. Das 1984er.Modell soll 9.500 Euro kosten.
Exotisches und Rares
Besonders auffällig auf dem Marktplatz der Veterama ist der Volvo TP 21 von 1957. Das Militärfahrzeug überragt selbst die T1-Busse und ist jenseits des Alltäglichen. Ein Peugeot 301 C von 1932 wird für 7.800 Euro angeboten, ein Peugeot 202 Pickup in Originalzustand von 1947 für 4.500 Euro. Wer etwas ganz Seltenes und die Herausforderung sucht, sollte einen Blick auf den Fiat 500 F werfen, der als „echter Francis Lombardi“ für 3.290 Euro angeboten wird. Ein Vorbesitzer hat nach einem Unfall die Front allerdings wieder auf die des Fiat zurückgebaut.
Wer auf der Suche nach einem Ferrari 308 GTS ist, findet mit dem 1978er-Modell für 37.400 Euro das Richtige. Ebenfalls einen V8 trägt der 928er Porsche unter der Haube. Für 13.500 Euro gibt es ein 1989er – Exemplar mit 320 PS und 223.000 Kilometer. Da der Zahnriemen laut Datenblatt 2002 gewechselt wurde, sollte man die Werkstattkosten für diese Arbeit als Verhandlungsspielraum nutzen.
Die Preisüberraschungen
Fraglos selten ist der Talbot-Matra Rancho in DC-Ausstattung. DC steht für decouvrable und bezeichnet die Cabrio-Version des Fun-Cars aus den 1980ern. Angepriesen wird des Rancho als Einzelstück in Deutschland - und ein selbstbewusster Preis von 22.000 Euro als Verhandlungsbasis gefordert.
Nur 2.000 Euro mehr verlangt der Anbieter des in weiß gekleideten Rolls-Royce Silver Shadow aus zweiter Hand mit nur 88.000 Kilometern. Nur wenige Meter weiter steht ein Pickup-Eigenbau auf 2CV-Basis. Das Fahrzeug in knalligem Orange soll 5.300 Euro kosten.
Ein Erste-Hand-Polo von 1980 mit 51.500 Kilometern soll 3.300 Euro kosten. Rund 500 Euro günstiger wäre da ein Mercedes 250 SE von 1966, der mit seinem 140 PS-Sechszylinder und dem passenden Becker Europa für akustische Untermalung sorgt.
An den Verhandlungsbasis-Preisen der E21-BMW erkennt man einen Aufwärtstrend. Auch für die ersten 3er der Bayern werden mittlerweile Liebhaberpreise gefordert. Ein schönes rotes 1978er Exemplar mit dem 1,6-Liter-Vierzylinder soll 4.600 Euro kosten, gleich nebenan steht ein 1981er-Modell mit gleichem Motor aus erster Hand mit 40.994 Kilometern auf dem Tacho für 6.950 Euro.
Die Angebote des Veterama-Marktplatzes vom Freitag finden Sie in unserer Fotoshow oben.









