Einige werden sich noch an die gute alte Zeit erinnern, als 55 PS im Heck völlig ausreichten, um mit der ganzen Familie in den Urlaub zu fahren und es Berg aufwärts nur mit Tempo 30 voranging.
Ein Event für Fahrer und Freunde von luftgekühlten Volkswagen
Vor der idyllischen Kulisse des Pays d'Enhaut-Tal im Kanton Waadt in der Schweiz spielte sich dieses gediegene Cruisen erneut ab. Der Grund dafür war jedoch kein Filmdreh im Stil der 70er Jahre, sondern das alljährliche Käfertreffen in Château-d'Oex. Neben keuchende Boxermotoren, dröhnende Auspuffanlagen und einige Pannen-Parkern, bot das VW-Käfertreffen eine Menge Sehens -und Erlebenswertes, von der gut sortierten Händlermeile bis zum Partyzelt - und natürlich das Wichtigste: Haufenweise luftgekühlte Volkswagen. Zwei Fußballfelder große Wiesen wurden für drei Tage zum Mittelpunkt des ruhigen Städtchens.
Multikulturelle Volkswagen-Erinnerungen
Von Ärger über "zu laute" Motoren oder Ähnlichem war bei den angereisten Besuchern und den Einwohnern der umliegenden Dörfer keine Rede. Als am Samstag mittag etwa 300 VW Käfer, Kübel, Bullis, Typ 3 und Karmann Ghia bei der gemeinsamen Ausfahrt durch das wunderschöne Panorama rollten, erzählten die Blicke der winkenden Zuschauer ganze Geschichten. "So einen hatte ich auch mal", oder "das war damals mein erstes Auto", klang es in Deutsch, Italienisch, Französisch und jeglichen Dialekten aus den Schweizer Kantonen.
Nach dem VW-Käfertreffen ist die Ruhe passé
Stress? Ein Fremdwort an diesem Wochenende, das zum Glück auch noch mit strahlendem Sonnenschein gekrönt wurde. Schade nur, dass diese ausgeglichenen Ruhe auf der Heimreise am Sonntag mittag wie eine Seifenblase platze. Drängelnde Hintermänner und gewagte Überholmanöver machten schnell klar, dass 30 km/h bergaufwärts den Nerven der heutigen Verkehrsteilnehmer nicht mehr zumutbar sind - obwohl die Schweizer Alpen doch weit mehr zu bieten haben, als die Hatz über kurvenreiche Straßen.



