Volkswagen
Käfer, Golf, Passat - VW ist der Hersteller mit den Bestsellern. Die Geschichte von VW beginnt mit dem Käfer, der zunächst KdF-Wagen hieß und ab 1938 über spezielle Sparverträge verkauft wurde. Doch die Auslieferung von Fahrzeugen begann erst nach dem Krieg. Der von Ferdinand Porsche konstruierte VW galt damals als modernster Kleinwagen und wurde in immer weiterentwickelter Form zu einem Millionenerfolg. Ab 1972 trug der VW Käfer den Titel des meistgebauten Automobils und löste den Ford Model T ab. Erst 30 Jahre später überholte der VW Golf mit mehr als 21,5 Millionen gebauten Exemplaren den Ur-Ahn.
Das Käfer-Konzept mit luftgekühltem Heckmotor fand sich auch bei den Typen Karmann Ghia, dem VW 1500 (Typ 3) und dem 411 von 1968 wieder, wobei letzterer aber eine selbsttragende Karosserie und ein moderneres Fahrwerk besaß. Und auch die erfolgreichen VW Bulli - von T1 bis T3 trugen ihren luftgekühlten Motor im Heck. Erst der T3 kühlte seine Zylinder auch mit Wasser. Einen interessanten Rollenwechsel vollzieht der ebenfalls heckmotorgetriebene VW 181: Zuerst als Kübelwagen in Diensten der Bundeswehr wird der in den USA "The Thing" genannte Wagen zum Hippie-Mobil. Bunt bemalt und dank seiner klappbaren Windschutzscheibe extrem offenherzig entwickelt sich der VW 181 vom Militär- zum Spaßauto. 1970 begann die Produktion des von NSU übernommenen K 70, der zum ersten VW mit Frontantrieb wurde. Vorderradantrieb kennzeichnete auch die modernere VW-Generation, die mit Modellen wie Passat, Scirocco, Golf und Polo in den 70er Jahren begann. Der VW Golf I wurde zum Millionenseller - als Drei- und Fünftürer und ab 1979 als Cabriolet. Im gleichen Jahr erschien der Rucksack-Golf, der VW Jetta, der weniger auf dem deutschen, dafür aber auf dem nordamerikanischen Markt für hohe Verkaufszahlen sorgte. Der VW-Porsche 914 von 1969 entsteht aus einer Kooperation mit Porsche und wird zum Volks-Porsche, der sich aufgrund seines niedrigen Preises gut verkauft.