Bereits für 25.000 Euro gibt es einen guten Ferrari 400i, ein passabler Jaguar XJ-S kostet 8.000 Euro, Mercedes 600 SEL und BMW 750i steigen schon bei 5.000 Euro ein.
Die magische Zylinderzahl im Automobilbau bleibt für die meisten Enthusiasten lange unerreichbar. Ein Zwölfzylinder gehört fraglos zur Elite in Leistung, Laufkultur und Nimbus, aber auch in den Unterhaltskosten. Ein Zwölfzylinder adelt nicht nur seinen Besitzer, sondern auch die Marke, von der er stammt.
Zwölfzylinder - Neu kaum bezahlbar, als Youngtimer für jeden finanzierbar
Toyota ist in Japan längst dank des Century Mitglied im Club, von den neuzeitlich erst spät zwölfzündenden britischen Nobelmanufakturen Rolls-Royce und Aston Martin Lagonda haben wir es längst erwartet. Für einen Volkswagen ist die Zahl immer noch ungewohnt, und der strebsame Audi hat sogar einen V12 Turbodiesel- Direkteinspritzer im Programm. Doch populär statt elitär ist ein Zwölfzylinder deshalb noch lange nicht. Er bleibt sehr kostspielig in Konstruktion, Entwicklung und Fertigung.
Volkstümlich wird der Zwölfzylinder erst als Okkasion im Alter, am Totpunkt im Ölsumpf der Gebrauchtwagen-Depression, kurz bevor die Preise wieder viel langsamer steigen, als sie zuvor gefallen sind.
Fahrbereite Zwölfzylinder für 1.500 Euro
Der Sinnspruch "Im Dutzend billiger" trifft einen Meilenstein des deutschen Automobilbaus besonders hart und ungerecht. Der erste Nachkriegs-Zwölfzylinder aus Bayern heißt BMW 750 i - sein ruhmreicher Titel ist fast so schnell vergessen wie der Name von Miss Germany 1987. Heute, 23 Jahre später, gibt es fahrbereite Dreihunderttausender für 1.500 Euro, immerhin reicht es für den bedeutungsschweren Satz: "Ich fahre einen Zwölfzylinder". Passable kosten 3.000 und gute kommen kaum über 5.000 Euro.
Einem Ferrari geht es da schon viel besser. Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr über den Ferrari 400 i.




