Kaufberatung Mercedes-Benz W126 mit V8: Besser späte W126er kaufen

Mercedes-Benz 560 SEL, W 126, Baujahr 1989

Auch die S-Klasse der Mercedes-Benz Baureihe W126 kann rosten. Denn selbst guter Korrosionsschutz hält nicht jahrzehntelang. Vor allem die erste Serie des W126 bis Herbst 1985 weist typischen Befall von Rost auf. Die Technik zeigt sich bis auf einige frühe Motorprobleme dauerhaft und belastbar.

Der Rost beginnt beim Mercedes-Benz der Baureihe W126 an den Radläufen und Türen über der Oberkante der Saccobretter. Die Kotflügel sind unter dem Blinkergehäuse vorn oft angenagt. Im Motorraum nistet sich die braune Pest gern auf den Stehblechen unter den Scheinwerfern ein. Oft sind auch die hinteren unteren Scheibenrahmen befallen, deshalb ist diese Partie gründlich bei geöffnetem Kofferraumdeckel zu inspizieren. Im vorderen Radhaus wütet der Rost im Bereich der Aussparungen für die Spurstangen. Ebenso sind die Schweller der S-Klasse samt Wagenheberaufnahmen häufig betroffen.

Wertungen
Alltagstauglichkeit
8 Sterne
Ersatzteillage
10 Stern
Reparaturfreundlichkeit
6 Stern
Verfügbarkeit
8 Sterne
Nachfrage
6 Sterne
Unterhaltskosten
6 Sterne

Die V8-Alu-Motoren des W126 waren in der Haltbarkeit nur anfangs kritisch, bis das Beschichtungsverfahren für die Zylinderlaufbahnen ausgereift war und die Nockenwellen besser gehärtet waren. Ein Problem vor allem im Alter sind aber die Kunststoff-Gleitschienen für Steuerketten und Kettenspanner, die manchmal ohne Vorankündigung brechen. Ein kapitaler Motorschaden kann die Folge sein. Fachleute empfehlen einen vorbeugenden Austausch. Der Mengenteiler der K-Jetronic ist ebenfalls ein Schwachpunkt. Die Automatikgetriebe müssen saubere Schaltpunkte aufweisen. Zu großes Lenkspiel wird oft bei diesen Mercedes-Benz bemängelt.

Preisentwicklung
Bei Einführung 1979 (Mercedes Benz 500 SEL)   56.200 Mark
Bei Produktionsende 1991 (Mercedes-Benz 560 SEL)   141.600 Mark

Abgesehen vom Flaggschiff 560 SE/SEL/SEC sind vor allem sehr gute Erstserien-Exemplare gesucht, in so genannten Fehlfarben und mit viel Ausstattung. Preislich fährt der W 126 allmählich aus der Talsohle. Anders als beim W 116 gibt es keine restaurierten Autos. Die Ersatzteillage ist zumindest bei Zweitserien-Modellen so problemlos wie bei Neuwagen.

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