Kaufberatung Opel Admiral (KAD B): Der Dicke aus Rüsselsheim

Opel Admiral (KAD B)

Massive Ersatzteilprobleme dämpfen die Freude an einem Opel Kapitän, Admiral oder Diplomat der B-Serie. Die Technik ist anerkannt robust, doch die Blechqualität nimmt ab Baujahr 1974 deutlich ab.

Die großen KAD B-Modelle von Opel bieten dem Rost zahlreiche Angriffsmöglichkeiten. Anfangs war das Blech des Opel Admiral besser, aber die Konservierung schlechter - ab etwa 1974 war es umgekehrt. Typische Schwachstellen sind die Frontmaske, die Kotflügel (gibt es nachgefertigt aus GfK) und die Stehbleche im Motorraum.

Auch die Schweller des Opel Admiral sind gefährdet, meist erwischt es in den vorderen Fußräumen sowohl die Innen- als auch die Außenschweller. Kritisch sind zudem die unteren Rahmen der geklebten Front- und Heckscheibe sowie ein durch eindringendes Wasser feuchter Kofferraum. Auf der Hebebühne sollten letztlich die beiden stabilen Längsträger inspiziert werden.

Wertungen
Alltagstauglichkeit
8 Sterne
Ersatzteillage
4 Stern
Reparaturfreundlichkeit
8 Stern
Verfügbarkeit
4 Sterne
Nachfrage
4 Sterne
Unterhaltskosten
6 Sterne

Sowohl die C.i.h.-Sechszylinder in drei Leistungsstufen als auch der von GM gelieferte 5,4-Liter-Small-Block-V8 überzeugen im Opel Admiral mit Langlebigkeit und geringen Wartungsansprüchen. Diese Grauguss-Riesen haben bereits Hydrostößel und vertragen bleifreies Benzin auch ohne speziell gehärtete Ventilsitzringe.

Ständige Volllast mögen sie jedoch nicht, vor allem der V8 gerät dann thermisch an seine Grenzen. Bester Kompromiss ist der 2,8-E-Motor mit 165, ab 1975 mit 160 PS. Sowohl die Schaltgetriebe als auch die Opel- oder GM-Getriebeautomaten (Turbo-Hydramatic) gelten bei schonendem Umgang als unzerstörbar.

Preisentwicklung
Bei Einführung 1969 (Opel Admiral L 2800 E)   15.965
Bei Produktionsende 1977 (Opel Diplomat 2.8 E)   30.800

Der Opel Admiral B und seine engen Verwandten Kapitän B und Diplomat B liegen in gutem Zustand bei etwa 13.000 bis 14.000 Euro, mäßige Exemplare kosten ab etwa 3.800 Euro.

Die Achillesferse der großen Opel Admiral und Co. ist die Ersatzteilversorgung. Motorteile sind noch am einfachsten zu beschaffen. Für den V8 gibt es jede Menge GM-Small-Block-Parts, der C.i.h.- Sechszylinder stimmt mit den Commodore-Modellen überein. Doch Reparaturbleche, Karosserie- und Zierteile gibt es nur gebraucht oder als Restposten bei Opel-Teile-Händlern.  

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